Aktuelles

Einladung zum Martinstag 2017

Die Katholische Akademie in Stapelfeld bei Cloppenburg lädt zu einer ökumenischen Veranstaltung zum Martinstag 2017 ein. Beginn ist am Montag, d.13. November 2017 um 19.00 Uhr in den Räumen der Akademie, Referenten sind Dominik Blum, Heinrich Dickerhoff und Kreispfarrer Michael Braun. In der Ausschreibung heißt es dazu:

„2017, das Jahr des besonderen Gedenkens an die Reformation und an das ökumenische Miteinander, geht langsam zu Ende. Sehr gerne möchten wir Sie – evangelische und katholische Christinnen und Christen – zum Nachdenken über unsere gemeinsamen Überzeugungen im Gespräch mit Martin von Tours und Martin Luther einladen. Wir freuen uns, Sie zu treffen!“

Der Infoflyer zur Veranstaltung ist hier abrufbar.

Gottesdienst mit dem Diakonieverein in Steinfeld

Freuten sich über den gelungenen Gottesdienst: Das Steinfelder Pastorenehepaar Pia und Christoph Schäfer (links und rechts) sowie Pastor Schlüter, Manfred Daum, Gieseltraut Voget, Hilke Kramer, Sabine Kieselhorst und Margret Reiners-Homann vom Diakonieverein (v.l.)

Einmal im Jahr gestaltet der Diakonieverein Vechta einen Gottesdienst in einer der Kirchengemeinden des Landkreises Vechta. In diesem Jahr stellte der Verein seine Arbeit der Gemeinde in Steinfeld vor. In der Auferstehungskirche begrüßte Vorstandmitglied Hilke Kramer die Gottesdienstbesucher und stellte die Arbeit des Vereins vor: Mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen wird in Not geratenen Menschen schnelle und unbürokratische Hilfe zuteil.

Mit anschaulichen Beispielen verdeutlichten die Vereinsmitglieder, die den Gottesdienst vorbereitet hatten, Notlagen: Da ging es um eine alleinerziehende Mutter, die berufsstätig ist, aber neben einem gesunden auch ein behindertes Kind hat, das viel Zuwendung und Kraft erfordert. Durch das Diakonische Werk wurde ihr eine Erholungskur vermittelt. Der Verein unterstützte diese Maßnahme mit einem Taschengeld. In einem zweiten Beispiel ging es um die Verschuldung einer Familie in Folge von Arbeitslosigkeit. Gerade in solchen Fällen sind unvorhergesehene Ereignisse wie zum Beispiel die Reparatur einer Waschmaschine oft nicht zu bewerkstelligen. Auch hier hilft der Verein mit Geldzuwendungen, um den Familien ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen.

Wichtig ist, wie der Vereinsvorsitzende Pastor in Ruhe Jörg Schlüter erläuterte, die gute Zusammenarbeit mit der Diakonie in Vechta, die dem Verein von den Hilfesuchenden berichtet. Gemeinsam werden dann Strategien entwickelt, wie den Personen geholfen werden kann.

Der Verein wurde noch vor der Verschmelzung der Kirchenkreise Vechta und Cloppenburg zum Kirchenkreis Oldenburger Münsterland aus der Idee herausgegründet, dass die finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten des Diakonischen Werkes begrenzt sind. Ein Verein könne hier der Arbeit der Diakonie helfend zur Seite stehen. Diese Funktion erfüllt der Verein nun schon seit über zehn Jahren und ist somit zu einer Erfolgsgeschichte geworden: Einerseits für das ehrenamtliche Engagement vieler Vereinsmitglieder, aber besonders auch für die vielen Menschen in Not, denen geholfen werden konnte.

Nicht zu vergessen ist aber auch, dass fast zeitgleich auch im alten Kirchenkreis Cloppenburg ein solcher Verein gegründet wurde, der die gleichen Ziele verfolgt. Ein Zusammenschluss kam allerdings nach der Fusion der beiden Kirchenkreise nicht in Frage, weil für die Verantwortlichen der regionale Bezug ein wichtiges Kriterium ist, um schnell und unbürokratisch handeln zu können.

Carsten Homann

Luther-Oratorium in Essen

Anlässlich des Reformationsjubiläum bringt der Frauenchor der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Essen am 24.09. ein Oratorium zu Gehör:
Martin Luther -Ein Oratorium von Siegfried Fietz (Musik) und Johannes Jourdan (Text) unter Verwendung von Texten Martin Luthers und Melodien der Reformationszeit.Dieses Oratorium will nicht Martin Luther huldigen, sondern seine theologischen Grundgedanken verdeutlichen. So gibt es zwischen den einzelnen Chorstücken gesprochene Texte.
Luther tritt auf und nimmt die Zuhörer hinein in seine Zweifel und sein Ringen um einen gnädigen Gott. Musikalisch wird das deutlich durch eine sehr dynamische Klavierbegleitung: Massive Akkorde, eine sehr rhythmische Melodieführung. An anderen Stellen erklingen zarte Melodien, die Luthers Nachdenken über Gottes Gnade gut zum Ausdruck bringen.
Im zweiten Teil des Werkes wird die Erkenntnis Luthers deutlich: Gott schenkt uns seine Gnade. Wir können sie uns nicht durch gute Werke verdienen. In der Musik ist Leichtigkeit zu hören, fröhliche, schwungvolle Melodien. Sie passen zu Luthers Erleichterung, dass er befreit ist durch Gott: Von Schuld, von dem Streben, durch sein Tun Gott gefallen zu wollen.
„Man singt mit Freuden in den Hütten der Gerechten“ bildet den krönenden Abschluss dieses Werkes. Chor und Solistinnen wechseln sich ab, die Freude über Gott als Schöpfer und Erhalter einander „zuzurufen“.
Seit einem Jahr bereitet der Chorleiter Hans-Georg Wißmann den Chor auf dieses Konzert vor. Begleitet werden die Stücke von den Musiklehrern Ellen Huy (Flöte) und Dr. Ulrich Schulte-Wieschen (Piano).

Eva Hachmeister-Uecker

Neunter Glaubenstag der Aussiedlerseelsorge

Mehr als 100 Christinnen und Christen unserer Landeskirche begaben sich am Samstag, dem 26. 08. 17, in die ev. – luth. Friedenskirche nach Garrel, um dort den neunten Oldenburger Glaubenstag der Aussiedlerarbeit zu feiern. Dazu fanden sich Mitglieder der Brüderversammlungen zusammen. Solche sind Gebets- und Verkündigungstreffen der vorwiegend älteren Spätaussiedler, wie es sie unter der kommunistischen Herrschaft in der ehemaligen Sowjetunion gegeben hatte, als die öffentliche Ausübung des Glaubens untersagt gewesen war. Aus dieser Tradition gibt es auch in der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg nach wie vor etliche Brüderversammlungen, aus denen sich Menschen aus Bösel, Cloppenburg, Ahlhorn, Essen, Löningen, Vechta, Lutten, Damme, Goldenstedt, Löningen, Oldenburg auf den Weg nach Garrel machten. Die Pastoren Ossowski und Pister feierten den Abendmahlgottesdienst, Pastor Dr. Dürr predigte, in der Versammlung verkündigten die Brüder Hass aus Diepholz und Fast aus Holdorf. Mit einem Mittagstisch endete der Glaubenstag bei herrlichem Sonnenschein.

Pastor Dr. Oliver Dürr

Aussiedlerbeauftragter

Pfarrkonvent trifft Politik

Von links: Kreispfarrer Braun, Heiko Bertelt, Dr. Stephan Siemer, Renate Geuter und Hans Joachim Janssen diskutierten mit dem Pfarrkonvent

Das hatte sich Kreispfarrer Michael Braun auch nicht träumen lassen, dass die Einladung für eine Diskussion mit Politikern der im Landtag vertretenen Parteien in den Wahlkampf für die Landtagswahl fallen würde, als er vor Monaten die Termine absprach.

Doch von Landtagswahlkampf war im Gemeindehaus in Lohne nicht viel zu spüren, als sich die Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Siemer (CDU), Renate Geuter (SPD) und Hans Joachim Janssen von den Grünen sowie der Kreistagsabgeordnete Heiko Bertelt von der FDP den Fragen des Pfarrkonvents aus dem Oldenburger Münsterland stellten, herrschte doch zu den Fragen über das Verhältnis von Kirche und Politik große Einstimmigkeit. Alle vier lobten das hohe gesellschaftliche Engagement besonders in der Flüchtlingskrise, aber auch im gesamten diakonischen Bereich. Sie würdigten auch das Engagement der Kirchen bei den Kindertagesstätten und im Bereich der Seniorenarbeit. Dr. Siemer erwähnte hier besonders die hervorragende Arbeit der kreisdiakonischen Beratungsstellen, von deren Arbeit er sich selbst vor Ort ein Bild machen konnte.
Aber auch sahen die Politiker die Probleme der Kirchen in einer immer stärker werdenden Pluralität unserer Gesellschaft. So ist für Hans Joachim Janssen der traditionelle Automatismus Taufe-Konfirmation-kirchliche Heirat heute nicht mehr gegeben. Die Bindungskraft ließe nach. Nichtsdestotrotz wurde von allen das christliche Fundament betont, auf dem unser Staatswesen aufgebaut sei.

So sind für Renate Geuter auch die regelmäßigen Kontakte zur Kirche selbstverständlich: Man treffe sich im kleinen wie im großen Rahmen, so zum Beispiel auf den Empfängen für Parlamentarier in Kloster Loccum.

Für Heiko Bertelt ist somit auch die Kirchensteuer wichtiges Element für die Gestaltung der gesellschaftlichen Verpflichtungen und nicht verhandelbar.

Kritik kam aus den Reihen der Pfarrerschaft an dem oft rüden Umgangston der politischen Lager untereinander. Auch wurde am Beispiel der Dieselaffäre hinterfragt, ob vieles nicht dem politischen Taktieren geschuldet sei denn der Wahrheitsfindung. Dieses führe eher zu Politikverdrossenheit und nicht so sehr zu Lust auf Demokratie. Die drei Landtagsabgeordneten sahen diese Problemanzeige auch, verwiesen hier aber auch auf die Medien, deren Interesse an dem pointierten Statement eines Politikers größer sei als an einer ausgewogenen, aber vielleicht eher langweiligen politischen Korrektheit. Hier entstehe ein großer Druck auf die handelnden Personen.

Auf die Abschlussfrage von Kreispfarrer Braun nach den Wünschen an die Kirche forderten alle vier die Kirchen auf, in ihrem sozialen Engagement nicht nachzulassen, aber auch mit Kritik an der Politik zu üben, wenn es nötig sei.

Carsten Homann

Martin Luther an der Martin Luther Schule

Gaben sachkundige Erklärungen zu ihren Kunstwerken: Viktoria, Leon, Oliver und Leon mit Projektleiterin Cordula Zeeck

„Das ist die Kirchentür der Schlosskirche zu Wittenberg“, erklärt Leon stolz, als er auf eines der zahlreichen Exponate zeigt, das Schülerinnen und Schüler der evangelischen Martin Luther Schule Grundschule in Vechta im Rahmen eines Kunstprojektes zum Reformationsjubiläum gestaltet haben. Und er und die anderen aus seiner Gruppe können auch kenntnisreich über die historischen Hintergründe berichten, die sich 1517 in Wittenberg abgespielt haben sollen.

Ihre Arbeitsergebnisse können jetzt im Rahmen einer Ausstellung in der Klosterkirche zu Vechta bestaunt werden, zu deren Eröffnung Petra Huckemeyer, stellvertretende Anstaltsleiterin der JVA für Frauen, die interessierte Besucherschar begrüßte. Da in der Klosterkirche auch die inhaftierten Frauen Gottesdienst feiern, finden hier häufiger Ausstellungen statt mit Bezug zum Gefängnis. Diesmal freute sich Petra Huckemeyer, dass Martin Luther im Mittelpunkt steht und die Schülerinnen und Schüler sich mit dem Leben und Werk des Reformators auseinander gesetzt haben. Schulleiterin Antje Nasch stellte dann die Projektarbeit an der Martin Luther Schule vor. Ausgehend von der Idee, dass kreatives Schaffen alle Sinne anregt und ein guter Ausgleich für den überwiegenden Teil des Unterrichtes ist, der sich hauptsächlichen mit kognitiven Themen beschäftigt, wird dort seit zwei Jahren im Rahmen der Ganztagsschule für acht Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen unter Leitung der freischaffenden Künstlerin Cordula Zeeck aus Vechta Langförden ein Projekt angeboten, das  den Teilnehmenden zeigt, wie Kunst entsteht. Hierzu wird mit vielfältigem Material gearbeitet: Draht, Gips, Ton, Holz, Stein.

Von links: Schulleiterin Antje Nasch, Pojektleiterin Cordula Zeeck und Petra Huckemeyer von der JVA

Die Schülerinnen und Schüler haben verschiedene Legenden, die sich um Martin Luther ranken, mit diesen Materialien umgesetzt. Neben den Ereignissen in Wittenberg haben sie u.a. auch die Geschichte vom Apfelbaum („und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen“) und den Wurf des Tintenfasses nach dem Teufel auf der Wartburg künstlerisch verarbeitet.
Schulleiterin Nasch und Projektleiterin Zeeck betonten besonders die Freude und Ernsthaftigkeit, mit der die Kinder an den gestellten Aufgaben gearbeitet hätten. Und deshalb ist auch schon für dieses Schuljahr ein neues Kunstprojekt geplant: Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennt.

Die Ausstellung ist nach den Gottesdiensten und zu den sonstigen Öffnungszeiten der Klosterkirche zu besichtigen

Carsten Homann

Ökumenischer Gemeindeausflug nach Loccum

Anlässlich des Reformationsjubiläums veranstalteten die beiden Kirchengemeinden in Essen am 19. August einen ökumenischen Gemeindeausflug zum Kloster Loccum. Früh morgens fuhr die Gruppe mit dem Bus los und feierte zu Beginn gemeinsam ein Morgenlob.

In Loccum angekommen, erhielten die Teilnehmenden durch eine Führung einen informativen und interessanten Eindruck vom Leben im Kloster. 1163 kamen ein Abt und zwölf Mönche aus dem thüringischen Zisterzienserkloster Volkenroda  nach Loccum, um hier eine neue Niederlassung ihres Ordens zu gründen. Die Ansiedlung der Mönche erfolgte durch eine Stiftung von Graf Wilbrand I von Loccum-Hallermund. 1240 begann der Bau der Klosterkirche. Sie bildet zusammen mit dem Kreuzgang, der Johanneskapelle und dem Kapitelsaal ein eindrückliches Ensemble. Mit der Reformation wurde das Kloster in Loccum evangelisch.

Heute ist die Klosterkirche Gemeindekirche der evangelischen Bevölkerung in Loccum. Im Kloster befindet sich die Ausbildungsstätte für angehende Pfarrer und Pfarrerinnen, das Predigerseminar, in dem auch Oldenburgische Vikarinnen und Vikare ausgebildet werden.

Nach der etwa eineinhalbstündigen Führung feierte die Gruppe einen ökumenischen Gottesdienst im Chorraum der Klosterkirche. Pfarrerehepaar Uecker führte liturgisch durch den Gottesdienst, Pater Seggewiß hielt die Predigt.  Daniel Uecker begleitete die Lieder an der Orgel. Mittelpunkt des Gottesdienstes bildete die Erkenntnis, dass der Glaube an Jesus Christus alle Christen, egal welcher Konfession, vereint und zusammenführt. Die Bibel allein ist die Grundlage des Redens und Handelns der Kirche, das einende Band zwischen den Konfessionen. Die großartige Akustik in der Kirche begeisterte und ließ den Gottesdienst zu einem besonderen Erlebnis für alle werden. Anschließend fuhren die Essener mit dem Bus weiter zum Steinhuder Meer.

Das Wetter meinte es gut, so dass alle den Nachmittagsspaziergang bei strahlendem Sonnenschein genossen. Zum Abschluss gab es ein leckeres Abendessen in einer Gaststätte.

Mit vielen schönen Eindrücken kam die Gruppe am späten Abend in Essen wieder an. Alle lobten den gelungenen Tag, den guten Zusammenhalt und die verbindende geistliche Gemeinschaft.

 

Leuchtspuren-Gottesdienst

Flüchtlingskinder besuchen den Tierpark Thüle

Freizeitpark, was ist das denn? Diese Frage stellten sich viele der Kinder aus den Flüchtlingsfamilien in Dinklage, Vechta und Goldenstedt, für die Maria Bergen, Flüchtlingsbeauftragte des ev. Kirchenkreises Oldenburger Münsterland, eine Fahrt zum Tierpark Thüle organisiert hatte. Zusammen mit einheimischen Familien und ehrenamtlichen Helfern erlebten alle einen unvergesslichen Tag mit aufregenden Erlebnissen nicht nur beim Bestaunen der Löwen, Affen und anderen Tiere sondern besonders auch bei den ausgiebigen Fahrten in den vielen Karussells.
Ermöglicht wurde die Fahrt durch das Projekt „Die Welt mit Augen sehen“ des Diakonischen Werkes und des ev. Kirchenkreises. Maria Bergen freute sich besonders darüber, dass auch hiesige Familie das Angebot annahmen: „So fördern wir das Zusammenleben und schaffen Verständnis füreinander. Gerade solche Freizeitaktivitäten sind bestens dazu geeignet, weil die ungezwungene Atmosphäre das Kennenlernen leicht macht.“- Und für die Kinder stand fest: Der Besuch sollte wiederholt werden!
Carsten Homann

Interkultureller Treffpunkt für Christen im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Essen

In der Ev.-luth. Kirchengemeinde Essen gibt es zahlreiche Flüchtlinge, die schon längere Zeit in Deutschland leben und evangelisch geworden sind. Einige von ihnen wurden auch in der Essener Christuskirche getauft. Sie nehmen regelmäßig an Gottesdiensten und anderen gemeindlichen Veranstaltungen teil.

Nun hat die Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreises Oldenburger Münsterland, Frau Maria Bergen, zusammen mit Pfarrerehepaar Uecker zu einem Interkultuerellen Treffpunkt für Christen ins Gemeindehaus eingeladen. Die Asylbewerber haben dieses Angebot mit Freude angenommen. Auch eine in der Flüchtlingsarbeit engagierte Kirchenälteste war dazugekommen. Die Flüchtlinge stammen aus dem Iran und aus Afghanistan. Bei Tee und Gebäck entstanden ganz schnell nette Gespräche. Man verständigte sich auf Deutsch, Englisch und Farsi. Ein persisches Ehepaar hatte seine jungen Kinder mitgebracht. Diese interessierten sich für die bereitgestellten Spielsachen und Bücher.

Schnell einigte sich die Gruppe, sich weiterhin 14tägig treffen zu wollen. Diese Treffen sollen zum einen dem Austausch dienen und den Asylbewerbern auf vielerlei Weise helfen, sich zu integrieren. Zum anderen soll Gemeinschaft erlebt werden. So wird auf diesen Treffen zum Beispiel gemeinsam gekocht, gegessen, gebastelt oder  gespielt werden. Auch christliche Themen sind gewünscht. So ist ein gemeinsamer „Kinoabend“ im Gemeindehaus geplant, auf dem ein Jesus-Film in der Sprache Farsi gezeigt wird. Eine Konfirmandin hat sich bereiterklärt, mit den Kindern für diesen Abend Popcorn herzustellen.

Auch gemeinsame Tagesausflüge und sportliche Aktivitäten sind geplant. Maria Bergen bietet diesen Interkulturellen Treffpunkt auch in Vechta an. Gemeinsam mit beiden Gruppen hat sie einen Ausflug nach Bremen geplant. Von Essen und Vechta aus werden beide Gruppen mit der NordWestBahn dorthin fahren, um die schöne Hansestadt kennenzulernen.

Für das nächste Gruppentreffen in Essen wird gemeinsam in der Gemeindehausküche ein persisches Gericht zubereitet und anschließend gegessen. Die einheimischen Teilnehmenden an diesem Treffen freuen sich auf diesen unbekannten „exotischen“ Genuss.

Eva Hachmeister-Uecker und Michael Harald Uecker

Jubiläumsfeier in Garrel und Kirchweih in Molbergen

v.l.: Kreispfarrer M. Braun, Pfr. Dr. O. Dürr, Pfr. H. Ossowski

Am 10. und 11. Juni 2017 feierten zum Trinitatisfest die ev. – luth. Kirchengemeinden Garrel und Molbergen gleich im Zweierpack. Zuerst wurde am Sonnabend in Molbergen die 50jährige Kirchweih der „Zum-Schifflein-Christi“- Kirche gefeiert, dann am Sonntag das 70jährige Bestehen der beiden Kirchengemeinden zusammen in Garrel.
Viele Gemeindeglieder sowie Gäste aus Politik und Gesellschaft waren gekommen, um zu gratulieren. Es predigte zum Jubiläum am Sonntag Kreispfarrer Michael Braun, Pfarrer Holger Ossowski leitete den Festgottesdienst. Der ev. Posaunenchor Emstek aus der Region Cloppenburg spielte dabei auf. Pfarrer Dr. Oliver Dürr hielt im Anschluss den theologischen Festvortrag: „Reformation für heute. Ausrufezeichen der Reformation“, der auf regen Zuspruch traf.
Zur Kirchweih in Molbergen am Tag zuvor kam auch Besuch aus den Molberger Partnergemeinden Rietschen und Daubitz aus der etwa 650 Kilometer entfernten schlesischen Oberlausitz. So feierte der mitgereiste Pfarrer Andreas Deckstrom aus Rietschen gemeinsam mit dem Molberger Pfarrer Dr. Dürr und dem katholischen Pfarrer Konrad Drees die Kirchweih in Molbergen.
Die Sonne schien an beiden Tagen, die Stimmung war heiter und feierlich zugleich. Die Gemeinden ließen die Feste mit einem geselligen Grillen abends in Molbergen und einem Mittagstisch am Folgetag in Garrel ausklingen.
Die ev.-luth. Kirchengemeinden Garrel und Molbergen gehören zum Kirchenkreis Oldenburger Münsterland und sind in den letzten Jahrzehnten stark durch Zuzug und Binnenmission gewachsen. Während sie zur Gründerzeit gemeinsam etwa 600 Gemeindeglieder in der Diaspora zählten, sind sie heutzutage zusammen mit etwa 2300 lutherischen Christen aufgeblüht.

Pfarrer Dr. Oliver Dürr, Fotos: Imke Rosiejka

Erster Infotag rund ums Alter im Vechtaer Kreishaus

Die verantwortlichen Organisatoren Krankenhausseelsorger Christian Jäger (links) und Maren Feldhaus mit Landrat Herbert Winkel und Franz Müntefering

Die drei L’s sieht Franz Müntefering als Grundlage für ein gelingendes Altern an: Laufen, lernen, lachen. Er war Hauptredner auf dem 1. Infotag im Landkreis Vechta zum Thema Rund um’s Alter, den viele soziale Organisationen aus dem Landkreis Vechta jetzt erstmalig im Kreishaus veranstalteten, unter ihnen auch der Kirchenkreis Oldenburger Münsterland und das Diakonische Werk.

Landrat Herbert Winkel eröffnete die Veranstaltung und wies in seinen einführenden Worten darauf hin, dass der Landkreis Vechta zwar einer der von der Altersstruktur her jüngsten Landkreise Deutschlands sei, die Frage nach dem Leben im Alter aber auch hier immer mehr auf der Tagesordnung stehe. Hierauf stelle der Landkreis sich ein durch die Förderung vielfältiger Projekte wie zum Beispiel den barrierefreien Busverkehr moobilplus oder die Entwicklung von Handlungsperspektiven im Bereich des altersgerechten Wohnens.

Hauptredner der Veranstaltung war dann Franz Müntefering, der jetzt Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen ist. Ausgehend von dem Verhältnis Staat und älter werdender Mensch unterstrich er die Bedeutung der nötigen Eigeninitiative von Senioren, die vom Staat mit flankierenden Maßnahmen nur unterstützt werden könne. In zahlreichen konkreten Beispielen machte er den Älteren Mut zu eigenverantwortlichen Aktivitäten: In unterhaltsamer Weise erzählte er davon, wie Sportvereine Lauftreffs für Senioren organisieren. In mittlerweile vielen Städten gibt es jetzt die Bewegung „Auf Rädern zum Essen“. Nicht das Essen kommt zu den Senioren, sondern die Senioren fahren zum Mittagessen in eine Einrichtung. Für Müntefering sind bei diesen Projekten zwei Punkte von besonderer Wichtigkeit: Die Senioren sind in Bewegung und in Gemeinschaft. Gerade den sozialen Kontakt hält er für das A und O der älter werdenden Generation. In diesem Zusammenhang berichtete er von kleinen Gruppen, die sich jeden Tag anrufen und so neue Formen der Gemeinschaft etablieren.

Die Idee zu diesem Infotag entstand im Arbeitskreis 80+ unter Leitung von Altenheimseelsorger Christian Jäger aus Lohne. In diesem Gremium der Veranstalter war die zentrale Frage: Was brauchen die Menschen jenseits der 80 am dringendsten. So war es naheliegend, diese Fragestellung mit der Öffentlichkeit auf einem Fachtag zu diskutieren.

Themen wie „Was ändert sich in der Pflegeversicherung“ und Meine Mutter kommt ins Heim – was muss ich tun“ kamen hinzu, ebenso die Angebotspalette für Senioren im Landkreis.

Ökumenische Verbundenheit am Diakoniestand: Bernd Darlinghaus (Caritas), Maren Feldhaus (Offizialat), Volker Hülsmann (Caritas) Franz Josef Kröger (Kath. Kirchengemeinde Lohne), Roswitha Kolb (Diakonie), Brigitte Kurzweg (Diakonie), Kreispfarrer Michael Braun, Margret Reiners – Homann (Diakonie) und Conny Emken (Caritas)

An den Ständen der sozialen Verbände und des Landkreises konnten sich die Besucher über die verschiedenen Angebote informieren, so zum Beispiel bei der Diakonie über Seniorenreisen, das allmonatliche Seniorenfrühstück und den Sozialdienst Human, der besonders auch Älteren Unterstützung im täglichen Leben bietet. Ferner wurden zahlreiche Referate zu Themen wie Wohnberatung im Alter, Änderungen in der Pflegeversicherung, Demenz – wenn die Versorgung zur Herausforderung wird und zu anderen Themen rund ums Alter angeboten.

Musikalische Darbietungen, Kaffeetafel und Bratwurststand rundeten den ersten Infotag ab und ließen die Veranstalter zu dem Resümee kommen, dass die vielen Facetten dieses Tages und die positive Resonanz den Einsatz gelohnt haben.

Carsten Homann 

Paula Hyson als Kreiskantorin verabschiedet

Am vergangenen Sonntag Kantate („Singet“) wurde Paula Hyson ( Foto vorne Mitte ) nach 21-jähriger Tätigkeit als Kreiskantorin im Kirchenkreis Oldenburger Münsterland und Singewartin der Evangelisch – Lutherischen Kirche in Oldenburg mit einem Festgottesdienst in Goldenstedt in den Ruhestand verabschiedet.
Seit 1996 war Paula Hyson als Kreiskantorin in Vechta vielfältig in der oldenburgischen Kirche aktiv. Neben der Gestaltung von Gemeindegottesdiensten, Konzerten und der Betreuung von Chören wirkte sie bei der praktischen und theoretischen Ausbildung von Orgelschülerinnen und Orgelschülern mit. Maßgeblich war sie an der Planung und Realisierung einer neuen Orgel für die Klosterkirche in Vechta beteiligt und hatte ein besonderes Augenmerk auf das Singen mit Kindern ab dem Kindergartenalter.
Der Verabschiedungsgottesdienst wurde begleitet durch den Chor der Kirchengemeinde Goldenstedt, Pfarrerin Elke Koopmann und Kreispfarrer Michael Braun. Vielfältige Wünsche für Freude, Gesundheit und gute Musik begleiteten Paul Hyson in den neuen (Un-) Ruhestand.
Die Kantorinnenstelle von  Paula Hyson befindet sich aktuell in der Neubesetzung. Zahlreiche Bewerbungen liegen vor. Interessierte können am 13. und 14. Juni den praktischen Proben der Bewerberinnen und Bewerber in der Klosterkirche Vechta beiwohnen.

Veranstaltungen zum Lutherjahr

Die Kirchengemeinden Damme, Fladderlohausen, Neuenkirchen und Steinfeld bieten anlässlich des Reformationsjubiläums eine Reihe von insgesamt 20 gemeinsamen Veranstaltungen an. Näheres dazu hier (Info-Flyer)

Ostergarten in Bakum

Um einmal in anderer Weise Zugang zu Kindern und Familien zu bekommen, wurde in diesem Jahr in der Gethsemane-Kirche in Bakum ein Ostergarten aufgebaut. Dafür wurden im Vorfeld in einem Werkkurs biblische Erzählfiguren nach Doris Egli unter fachkundiger Anleitung hergestellt. Dazu kamen 16 Frauen verschiedener Altersstufen und aus ganz unterschiedlichen Lebensbezügen für 2 ganze Tage im Gemeindehaus zusammen und erlebten eine sehr gute Gemeinschaft, in der wunderschöne Figuren hergestellt wurden. Auch einige Männer erklärten sich bereit, beim Kulissenaufbau mitzuhelfen und brachten schon im Vorfeld ihre Ideen ein.

Mit eben diesen biblischen Erzählfiguren nach Doris Egli wird die Passionsgeschichte vom Einzug in Jerusalem bis zur Auferstehung in 7 wöchentlich wechselnden Szenen dargestellt. Dazu werden in diesen Wochen Schulklassen, Religionsgruppen und Kindergartengruppen, aber natürlich auch andere interessierte Gruppen, so wie auch die „reguläre“ Gemeinde eingeladen, um gemeinsam Szenen der Geschichte in kreativer Umsetzung anhand der Figuren und mit Hilfe anderer gestalterischer Elemente zu erleben und zu begreifen.
Die Gemeinde lädt jedem Mittwoch Abend, um 18.30 Uhr zu einem „Augenblick der Passion“ im Ostergarten ein, einer kurzen Passionsandacht, in der die jeweils gestellte Szene im Mittelpunkt steht.

Kreissynode Oldenburger Münsterland:
Ortsbestimmung 2.0 steht im Mittelpunkt

Referierten über die Ortsbestimmungen 2.0: Susanne Teichmanis und Annette Christine Lenk

Wichtige Botschaften aus Oldenburg brachten die beiden Oberkirchenrätinnen Annette Christine Lenk und Dr. Susanne Teichmanis zur Kreissynode des Kirchenkreises Oldenburger Münsterland mit, die in diesem Frühjahr in Vechta tagte. Ging es doch um die Ortsbestimmung 2.0, jener von der Landessynode der ev. Kirche in Oldenburg im Frühjahr 2016 angestoßene Prozess zur Neuorientierung im Zeichen knapper werdender Finanzmittel in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Nach der Begrüßung durch Kreispfarrer Michael Braun berichteten die beiden Oberkirchenrätinnen zunächst über den bisherigen Verlauf: Von der Initiierung auf der Frühjahrssynode 2016 über einen mit breiter innerkirchlicher Beteiligung veranstalteten Thementag im August bis zur jetzigen in Kreissynoden und Kirchengemeinden  stattfindenden Diskussion über das von der Steuerungsgruppe aus den Ergebnissen des Thementages entwickelten Kriterienkatalogs. Zielrichtung ist, unter anderem kurze Entscheidungswege zu stärken, regionale Profile zu berücksichtigen und alles unter dem Gesichtspunkt der Sparsamkeit zu betrachten. Hieraus entstanden fünf Handlungsfelder, die die beiden Referentinnen den Kreissynodalen vorstellten: Die pfarramtliche Versorgung, Kindergartenarbeit, Kinder- und Jugendarbeit, Kirchenmusik und Diakonie. Es wurde zunächst der Ist – Zustand beschrieben und daraus dann Ideenskizzen für die Zukunft entwickelt. Die Kreissynode hatte nun die Aufgabe, anhand von vom Kreiskirchenrat aufgestellten Thesen das Vorgestellte kritisch zu diskutieren. In nichtöffentlicher Sitzung stimmten die Synodalen dann den Thesen grundsätzlich zu und begrüßten das Bemühen der Gesamtkirche um eine Straffung der zum Teil unübersichtlichen Strukturen von finanziellen Zuweisungen an die Kirchenkreise und nicht klar gegliederter Verwaltungsabläufe. Die Forderung nach stärkerer Berücksichtigung regionaler Profile fand besonderen Anklang.
Große Sorgen bereitete allerdings der von der Steuerungsgruppe auch festgestellte kommende Pfarrermangel. Hier gelte es verstärkt nach geeigneter Abhilfe zu suchen, obwohl allen die Schwierigkeiten bewusst waren hier gegenzusteuern.

Einsegnung in der Klosterkirche (v.l. vorne Martina Fisser, Maria Bergen, Dennis Vaske; hinten v.l.: stellvertretende Diakonie Geschäftsführerin Margret Reiner-Homann, Landesdiakoniepfarrer Thomas Feld, Kreispfarrer Michael Braun, Kreisdiakoniepfarrer Holger Ossowski, Oberkirchenrätin Susanne Teichmanis und Pfarrer Heinrich Petersen)

Der anschließende Gottesdienst war dann noch von besonderer Bedeutung: Gleich drei neue Mitarbeitende im Kirchenkreis wurden in ihr Amt eingeführt: Dennis Vaske als Leiter der RDS, Martina Fisser als neue Geschäftsführerin der des Diakonischen Werkes und Maria Bergen als Flüchtlingssozialarbeiterin. In seiner Predigt ging Kreispfarrer Braun auf dieses Ereignis ein und unterstrich die vielfältigen Aufgaben, die unsere Kirche als Dienst am Nächsten leistet. Dieser Gedanke stand auch auf dem anschließenden Empfang im Gemeindehaus in den Grußworten im Mittelpunkt.

Carsten Homann

Barbara Völkel als neue Kantorin für das Singen mit Kindern und Jugendlichen eingeführt

Am Sonntag Sexagesimae (19. Februar 2017) wurde  Barbara Völkel als neue Kantorin für das Singen mit Kindern und Jugendlichen im Kirchenkreis Oldenburger Münsterland offiziell von Kreispfarrer Michael Braun eingeführt.

In einem feierlichen Gottesdienst in der Sankt Michaelskirche in Lohne wurde Frau Völkel dabei  von Kindern aus Ihren Kinderchören in Lohne stimmstark unterstützt und von Ihrem Heimatchor Cantamus begleitet.

Schwerpunkt der Arbeit von Frau Völkel ist das Singen mit Kindern im Kindergarten-  und Grundschulbereich. Hier hat sie bereits zwei Kinderchöre in Lohne aufgebaut. Ein neuer Kinderchor befindet sich in der Kirchengemeinde Steinfeld in der Gründungsphase. Dazu hat Frau Völkel intensive Kontakte zu verschiedenen Schulen und Kindergärten etabliert.

Darüberhinaus wirkt Frau Völkel auch beratend in der gesamten Ev. – Luth. Kirche in Oldenburg für den Bereich „Singen mit Kindern“ mit. Dazu überbrachte Frau Landeskirchenmusikdirektorin Beate Besser die Grüße der oldenburgischen Kirche und gratulierte zusammen mit Pfarrerin Ute Young und Pfarrer Christian Jaeger (beide Lohne).

Darf ich mich vorstellen?

Martina Fisser übernimmt Geschäftsführung der Diakonie in Südoldenburg

Links: Margret Reiners-Homann – Rechts: Martina Fisser

Mein Name ist Martina Fisser. Ich bin Diplom Sozialpädagogin und seit dem 01.12.2016 habe ich die Geschäftsführung des Diakonischen Werkes Oldenburger Münsterland übernommen.
Ich habe mich sehr über die Chance gefreut wieder zum Diakonischen Werk zurückzukehren. Insgesamt 15 Jahre habe ich schon für das Diakonische Werk gearbeitet. Meine Arbeitsfelder lagen in verschiedenen Bereichen. Viele Jahre war ich in der Spätaussiedlerberatung tätig. In Kooperation mit der Kreisvolkshochschule und dem Diakonischen Werk habe ich mit arbeitslosen jungen Frauen und Männern gearbeitet. Danach habe ich intensiv in der Konfirmandenarbeit und in Schulen und anderen Jugendgruppen  ein sexualpädagogisches Präventionsprojekt durchgeführt. Für die DEKRA Akademie habe ich eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung in Cloppenburg geleitet. In den letzten Jahren habe ich in der freien Wirtschaft im Bereich Marketing gearbeitet.
Diese gesamten Erfahrungen fließen natürlich jetzt in meine neue Aufgabe ein.
Ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit Frau Reiners-Homann, die als stellvertretende Geschäftsführerin ihren Arbeitsschwerpunkt in unserem Diakoniebüro in Vechta hat.
Unter Diakonie verstehe ich den Dienst am Menschen und so sehe ich meine Aufgabe. Zu uns kommen Menschen, die Hilfe in verschiedenen Formen benötigen. Manchmal ist es das einfache Gespräch das benötigt wird und manchmal ist es eine große Notlage in die eine Person oder eine Familie geraten ist. Als Team versuchen wir alles möglich zu machen, um diese Not zu lindern und abzuwenden. Sie erreichen mich in unserem Diakoniebüro in Cloppenburg unter 04471/18417-0, in unserem Diakoniebüro in Vechta 04441/ 90691-0 oder unter fisser@diakonie-cloppenburg.de

Kirchengemeinde Steinfeld begrüßt neues Pfarrerehepaar

V.l.n.r.: Kreispfarrer Braun, Pfr. Christoph Schäfer, Pfrn. Pia Schäfer, Pfr. Dürr, Pfrn. Hachmeister-Uecker

Am vergangenen Sonntag, dem 05. Februar 2017 begrüßte die Kirchengemeinde Steinfeld ihr neues Pfarrerehepaar Pia und Christoph Schäfer.
In der vollbesetzten Auferstehungskirche wurden beide Theologen  zunächst von Kreispfarrer Michael Braun und den ehemaligen Vikarsmentoren, Pfarrerin Eva Hachmeister – Uecker aus Essen und Pfarrer Dr. Dürr aus Molbergen, in den Gottesdienst begleitet, bevor das Ehepaar in einer eindrucksvollen Dialogpredigt ihren Predigtdienst in Steinfeld begann. Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus wurde das Pfarrerehepaar mit zahlreichen guten Wünschen aus Politik, Ökumene, Schulen  und der eigenen Kirchengemeinden, sowie aus allen benachbarten Kirchengemeinden der Region Dammer Bergen  begrüßt.
Für Pia und Christoph Schäfer ist Steinfeld die erste eigene Pfarrstelle, nachdem sie im Dezember 2016 ihre Vikariate mit dem 2. Examen erfolgreich abgeschlossen hatten. Ab dieser Woche beginnt dann der „normale“ Dienst in Steinfeld. Dabei steht neben der Phase des gegenseitigen Kennenlernens bereits viele Termine auf dem Plan.
Gaby Keiten-Möhlmann

Pfarrer Heinrich Pister als Aussiedlerseelsorger
in den Ruhestand verabschiedet

Am Sonntag, dem 22. Januar 2017 wurde Pfarrer Heinrich Pister als Seelsorger für Deutsche aus der ehemaligen UdSSR im Kirchenkreis Oldenburger Münsterland in den Ruhestand verabschiedet.

Passend zum Wochenspruch: „ Es werden kommen von Osten und Westen, von Norden und Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes“  hatten sich zahlreiche Gemeindeglieder aus den Kirchengemeinden des Oldenburger Münsterlandes auf den Weg gemacht, um in der vollbesetzten Kirche in Cloppenburg zusammen mit Bischof Jan Janssen aus Oldenburg Pfarrer Pister  an diesem besonderen Tag zu begleiten.

Pfarrer Pister wurde selbst in der UdSSR geboren und hatte nach seiner Ausbildung zum Tischler dort ev. Theologie studiert und sich zum Pfarrer ordinieren lassen.  Nach dem Wegzug zahlreicher  Deutscher aus der ehemaligen UdSSR wechselte auch Pfarrer Pister von seiner Pfarrstelle bei Wolgograd nach Deutschland und war im Oldenburger Münsterland tätig. Dabei lag der Schwerpunkt seiner Tätigkeit neben Predigt und Seelsorge bei der Begleitung der (Gebets-)Versammlungen  der lutherischen Brüder und Schwestern und im Bereich der Glaubenskurse, die Erwachsene zu Taufe und Konfirmation führen.

Sichtlich gerührt von zahlreichen Dankesworten und guten Wünschen fasste Pfarrer Pister diesen Tag für sich lächelnd mit den Worten zusammen: „Das Hauptamt als Pfarrer endet heute, nun beginnt das Ehrenamt“.

Reformationsjubiläum in Essen eröffnet

Mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnete die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Essen das Reformationsjubiläum 2017. „Versöhnung- die Liebe Christi drängt uns“ lautete das Thema des Gottesdienstes aus dem 2. Korintherbrief. In diesem Thema steckt die reformatorische Erkenntnis Martin Luthers, dass wir Christen die Vergebung unserer Schuld aus reiner Gnade Gottes durch den Kreuzestod Christi geschenkt bekommen. Menschen errichten vielfach Mauern zwischen sich, z.B. durch Hochmut,  Hass, Egoismus, Vorurteile, Machtmissbrauch,  symbolisiert durch Steine, die zu einer Mauer gelegt wurden. Jesus Christus hat solche Verfehlungen durch seinen Tod am Kreuz überwunden und schenkt den Menschen immer wieder Vergebung. Symbol dafür ist das Kreuz, das aus den Steinen entstanden ist, die vorher eine trennende Mauer bildeten. Luther erkannte, dass nur die Schrift allein uns sagt, wie wir durch unseren Glauben Heil erlangen können. Das bekräftigte auch Pater Seggewiß in seiner Predigt.  Jesus als Licht der Welt sendet uns als Versöhnte in die Welt, um anderen Menschen Licht zu sein und Frieden zu bringen. Dazu wurden Kerzen entzündet und das Licht einander weitergegeben. Evangelische und katholische Christen aus Essen und Hemmelte waren der Einladung in die Christuskirche gefolgt, den das Pfarrerehepaar Uecker, Pater Körbes, Pater Seggewiß und drei Lektoren gemeinsam gestalteten.  Der stimmungsvolle Gottesdienst klang mit einem anschließenden gemütlichen Beisammensein aus.

Eva Hachmeister-Uecker