Aktuelles

Neues Angebot für zugewanderte Familien

Der Kirchenkreis Oldenburger Münsterland hat seit dem 01.09.2017 ein neues Projekt für neu zugewanderte Familien. Das Modellprogramm heißt „Netzwerk Familienzentrum Schwedenheim“. Kooperationspartner des Projektes sind das Diakonische Werk im Oldenburger Münsterland, der Ev. Kindergarten Schwedenheim sowie die Paul-Gerhardt-Grundschule in Cloppenburg.

Mit dem Modellprogramm „Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2017 bis 2020 die Weiterentwicklung flüchtlingsbezogener Elternbegleitung. Ziel ist es, Netzwerke von Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter verschiedener Träger und Flüchtlingsfamilien zu stärken. Elternbegleitung soll dadurch nachhaltig im Sozialraum verankert werden. An bundesweit 50 Standorten unterstützen modellhaft lokale Elternbegleitungsnetzwerke zugewanderte Familien beim Ankommen und bei der Integration in der Kommune. Institutionen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, in denen Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter tätig sind, bilden im Rahmen des Programms ein Netzwerk mit wichtigen Partnern im Sozialraum und entwickeln in Abstimmung mit dem zuständigen Jugendamt niedrigschwellige Beratungs- und Begleitungsangebote für geflüchtete Familie. Durch die Elternbegleitungsnetzwerke erhalten neu gewanderte Familien vor Ort wirksame Unterstützung bei der Integration, insbesondere für die Bildungschancen ihrer Kinder.

Als Koordinatorin des Projektes ist Andrea Hinrichsmeyer eingesetzt.

Weiterhin wird Brigitte Hüstermann, Sekretärin in der Cloppenburger Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes,  sie mit Verwaltungsstunden unterstützen. Konkrete Angebote werden von Kerstin Riecken, Verena Ertelt, Maria Klippert und ehrenamtlichen Mitarbeitern durchgeführt.

Die Angebote richten sich ganz nach dem Bedarf von zugewanderten Familien. So wird eine offene Beratung angeboten, ein Eltern-Café im Kindergarten oder internationale Kochabende zu verschiedenen Ländern. Diese Veranstaltungen sind selbstverständlich offen wir alle Familien. Hier sollen Kontakte und Freundschaften gebildet werden.

 

 

20 Jahre bei der Diakonie

Helga Daum

Man schrieb das Jahr 1997, als Helga Daum ihren Weg zur Diakonie fand – und bis heute hat sie diesen Schritt nicht bereut, obwohl sie zunächst nur eine mechanische Schreibmaschine vorfand. Die moderne Datenverarbeitung zog erst kurze Zeit später in die Räume des Diakonischen Werkes ein.

Helga Daum ist zuständig für die allgemeine Verwaltungsarbeit. Ihr Herz schlägt aber besonders für den zweiten Arbeitsbereich, die Kurberatung für Mütter und Väter. Dieser Personenkreis hat Anspruch auf eine Kur zusammen mit seinen Kindern. Und Helga Daum weiß um die große Verantwortung, die diese Beratung beinhaltet, denn es geht nicht nur um die Erledigung von Formalitäten, sondern eine intensive Beratung, die großes Vertrauen in die Beraterin voraussetzt: „Ich höre vieles über schwierige Lebenssituationen und für die Kurwilligen ist es auch wichtig, einen Ansprechpartner zu haben, dem sie ihr Schicksal anvertrauen können“, beschreibt Helga Daum ihre Funktion bei der Antragstellung der Kur. Sie begleitet die Mütter und Väter von der Antragstellung über die Auswahl des Kurplatzes und führt auch noch Nachgespräche. In der Fachsprache nennt sich dieses Verfahren therapeutische Kette. Da die Diakonie ein reichhaltiges Beratungsangebot in Vechta und Cloppenburg vorhält, können so auch weitere Angebote gemacht werden.
Besonders schön findet Helga Daum es, dass schon Kinder der Frauen kommen, die sie vor 20 Jahren beraten hat. Auf die Frage nach Veränderungen in dieser Zeit fällt ihr ein, dass nun auch Väter kommen und sieht mit Sorge das Anwachsen psychischer Erkrankungen. Auch wenn das Gehörte oft Einblicke in traurige Biographien gibt, ist Helga Daum nach wie vor absolut sicher, dass sie 1997 die richtige Entscheidung getroffen hat zur Diakonie zu kommen.
Carsten Homann

Posaunenchor Vechta feierte 70-jähriges Bestehen

Horst Dölling verabschiedete sich nach 50 Jahren Chorleitertätigkeit

„Beginn mit geliehenen Instrumenten“ – so titelten die Zeitungen vor 50 Jahren zum Posaunenchorjubiläum und Start von Horst Dölling als Chorleiter. Am 24.09.2017 feierte der Posaunenchor Vechta sein 70 jähriges Bestehen mit einem Kreisposaunenfest und Host Dölling wurde auf seinen Wunsch hin im Festgottesdienst aus seinem Ehrenamt als Chorleiter verabschiedet.

Die Anregung zur Gründung des Posaunenchores 1947 ging vom langjährigen Pastor der ev.-luth. Kirchengemeinde in Vechta, Heinz Gustav Mierau, aus. Hintergrund war der Wunsch nach einer fundierten Jugendarbeit in der Gemeinde. Zu den Gründungsmitgliedern des Chores gehörten die Gemeindeglieder Theo Adam (*1934/+2015 Waldhorn/Tuba), Gerd Heinemann (*1932 /+2015 Tuba/Tenorhorn) und Gerhard Leiterer (*1919/+2005 Trompete). Den ersten Auftritt hatte der Posaunenchor am 24.12.1947 bei der Christvesper der Heimatvertriebenen in den damaligen Baracken an der Diepholzer Straße. Aller Anfang war schwer, denn man begann tatsächlich mit geliehenen Instrumenten und füllte die Kasse mit eingesparten Bahnfahrtkosten, indem die Fahrten bis nach Essen i.O. mit dem Fahrrad zurückgelegt wurden.

Bereits zum 30 jährigen Bestehen des Vechtaer Posaunenchores schätzte man, bereits rund 120 Bläserinnen und Bläser ausgebildet und eingesetzt zu haben. Nachwuchsmangel begegnete man mit der Heranziehung der Konfirmandenjahrgänge. Eine so strukturierte Nachwuchsförderung führte z.B. 1975 dazu, dass bei 15 Mitgliedern des Posaunenchores neben dem sogenannten harten Kern (Gerd Heinemann, Theo Adam, Rudi Schröder, Wolfgang Etzold und Chorleiter Horst Dölling) neun (!) Mitglieder unter 16 Jahre alt waren. Ein sicherlich nicht unwesentlicher Reiz bestand in vielen gemeinsamen Aktivitäten. Dazu zeichnete den Posaunenchor damals – wie heute – aus, dass stets auch der Anhang der Bläserinnen und Bläserdazu gehört.

Horst Dölling, geboren 1939 in Hasbergen bei Osnabrück, kam 1962 aus beruflichen Gründen nach Vechta und trat mit achtjähriger Posaunenchor-Erfahrung in Hasbergen rasch in den Posaunenchor Vechta ein. Hier fand er mit seiner Trompete in der ersten Stimme eine musikalische Heimat. 1967 übernahm Horst Dölling die Leitung des Posaunenchores von Paul Schäfer. Bereits 1968 legte er mit dem Choralblasen im Frühgottesdienst am Ostersonntag auf dem Waldfriedhof den Grundstein für eine schöne Tradition. Es folgten regelmäßige Einsätze bei der Christvesper in der Auferstehungskirche am Heiligen Abend, Beteiligungen an Landesposaunen- und Kreiskirchentagen, Bläsertreffen der Posaunenchöre der evangelischen Kirche in Oldenburg, bei Jahres- bzw. Stadtfesten oder Amtseinführungen sowie Gemeindefesten in Vechta und Umgebung. Der Posaunenchor begleitet von jeher nicht nur Gottesdienste in Vechta, Damme, Kroge oder Osterfeine, er ist bei Grundsteinlegungen und Einsegnungen (Rathaus Vechta 2000) ebenso gefragt wie bei Senioren-Weihnachtsfeiern der Stadt Vechta, Gedenkveranstaltungen und Konzerten.

Mit vielen Benefizkonzerten für die neue Orgel sowie für die Renovierung der Klosterkirche machte sich der Posaunenchor Vechta unter der Leitung von Horst Dölling einen Namen. Mit Themenkonzerten und in der musikalischen Ausgestaltung besonderer Amtseinführungs- oder Verabschiedungs-Gottesdienste brachte Dölling den Posaunenchor zu überzeugenden Leistungen. Insgesamt 32 Bläserinnen und Bläser aus dem gesamten Kreis musizierten am 24.9.2017 unter der Leitung von Kreisposaunenwart Florian Kubiczek und gaben dem Festgottesdienst einen sehr feierlichen Rahmen.

Neben einer Urkunde vom Bischof der ev.-luth. Kirche in Oldenburg, Jan Jansen, die Posaunenchor- Obmann Christof Strohmann vom Oberkirchenrat aushändigte sowie dem Dank der evangelischen Kirchengemeinde, ausgesprochen durch die beiden Pastoren Ute Clamor und Andreas Technow, überbrachte die stellvertretende Bürgermeisterin Simone Göhner Glückwünsche und Dank von Rat und Verwaltung der Stadt Vechta. Sie würdigte in ihrem Grußwort neben dem Einsatz des Posaunenchores das überragende Engagement von Horst Dölling. Sein Einsatz sei immer vorbildlich gewesen. Göhner unterstrich, dass unsere Gesellschaft und unsere Stadt Menschen wie Dölling braucht. Mit einem sehr persönlichen Dankeswort für den Posaunenchor schloss Prof. Dr. Christoph Küpper die Reihe der Grußworte. Küpper, der selbst seit 20 Jahren im Posaunenchor Vechta spielt, hob hervor, dass Dölling den Chor und jedes einzelne Mitglied immer gefordert und gefördert habe. Er habe „es geschafft, dass der Posaunenchor für uns alle eine große Bereicherung unseres Lebens ist“. Nach einem Empfang unter dem Orgelboden gab es weitere musikalische Bläsergrüße im Innenhof vom St. Marienhospital und im Gemeindegarten der evangelischen Kirchengemeinde sowie ein gemeinsames Mittagessen und Kaffeetrinken im Gemeindehaus. Beendet wurde das Kreisposaunenfest mit einer musikalischen Bläserandacht in der Klosterkirche, die mit dem Abendsegen aus Humperdincks „Hänsel und Gretel“ schloss.

Petra Huckemeyer-H.

Die Katholische Akademie in Stapelfeld bei Cloppenburg lädt zu einer ökumenischen Veranstaltung zum Martinstag 2017 ein. Beginn ist am Montag, d.13. November 2017 um 19.00 Uhr in den Räumen der Akademie, Referenten sind Dominik Blum, Heinrich Dickerhoff und Kreispfarrer Michael Braun. In der Ausschreibung heißt es dazu:

„2017, das Jahr des besonderen Gedenkens an die Reformation und an das ökumenische Miteinander, geht langsam zu Ende. Sehr gerne möchten wir Sie – evangelische und katholische Christinnen und Christen – zum Nachdenken über unsere gemeinsamen Überzeugungen im Gespräch mit Martin von Tours und Martin Luther einladen. Wir freuen uns, Sie zu treffen!“

Der Infoflyer zur Veranstaltung ist hier abrufbar.

Gottesdienst mit dem Diakonieverein in Steinfeld

Freuten sich über den gelungenen Gottesdienst: Das Steinfelder Pastorenehepaar Pia und Christoph Schäfer (links und rechts) sowie Pastor Schlüter, Manfred Daum, Gieseltraut Voget, Hilke Kramer, Sabine Kieselhorst und Margret Reiners-Homann vom Diakonieverein (v.l.)

Einmal im Jahr gestaltet der Diakonieverein Vechta einen Gottesdienst in einer der Kirchengemeinden des Landkreises Vechta. In diesem Jahr stellte der Verein seine Arbeit der Gemeinde in Steinfeld vor. In der Auferstehungskirche begrüßte Vorstandmitglied Hilke Kramer die Gottesdienstbesucher und stellte die Arbeit des Vereins vor: Mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen wird in Not geratenen Menschen schnelle und unbürokratische Hilfe zuteil.

Mit anschaulichen Beispielen verdeutlichten die Vereinsmitglieder, die den Gottesdienst vorbereitet hatten, Notlagen: Da ging es um eine alleinerziehende Mutter, die berufsstätig ist, aber neben einem gesunden auch ein behindertes Kind hat, das viel Zuwendung und Kraft erfordert. Durch das Diakonische Werk wurde ihr eine Erholungskur vermittelt. Der Verein unterstützte diese Maßnahme mit einem Taschengeld. In einem zweiten Beispiel ging es um die Verschuldung einer Familie in Folge von Arbeitslosigkeit. Gerade in solchen Fällen sind unvorhergesehene Ereignisse wie zum Beispiel die Reparatur einer Waschmaschine oft nicht zu bewerkstelligen. Auch hier hilft der Verein mit Geldzuwendungen, um den Familien ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen.

Wichtig ist, wie der Vereinsvorsitzende Pastor in Ruhe Jörg Schlüter erläuterte, die gute Zusammenarbeit mit der Diakonie in Vechta, die dem Verein von den Hilfesuchenden berichtet. Gemeinsam werden dann Strategien entwickelt, wie den Personen geholfen werden kann.

Der Verein wurde noch vor der Verschmelzung der Kirchenkreise Vechta und Cloppenburg zum Kirchenkreis Oldenburger Münsterland aus der Idee herausgegründet, dass die finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten des Diakonischen Werkes begrenzt sind. Ein Verein könne hier der Arbeit der Diakonie helfend zur Seite stehen. Diese Funktion erfüllt der Verein nun schon seit über zehn Jahren und ist somit zu einer Erfolgsgeschichte geworden: Einerseits für das ehrenamtliche Engagement vieler Vereinsmitglieder, aber besonders auch für die vielen Menschen in Not, denen geholfen werden konnte.

Nicht zu vergessen ist aber auch, dass fast zeitgleich auch im alten Kirchenkreis Cloppenburg ein solcher Verein gegründet wurde, der die gleichen Ziele verfolgt. Ein Zusammenschluss kam allerdings nach der Fusion der beiden Kirchenkreise nicht in Frage, weil für die Verantwortlichen der regionale Bezug ein wichtiges Kriterium ist, um schnell und unbürokratisch handeln zu können.

Carsten Homann