Aktuelles

Verabschiedung mit einem Überraschungsgast

Bischof Timmerevers richtet persönliche Worte an Pfarrer Scheuer

Die Überraschung war perfekt, als bei der Verabschiedung in den Ruhestand von Pfarrer Wilfried Scheuer am ersten Adventssonntag in der Visbeker Emmauskirche Bischof Heinrich Timmerevers aus Dresden mit in die Kirche einzog, waren beide doch lange Jahre in Visbek als Gemeindepfarrer tätig, bevor Heinrich Timmerevers zunächst bischöflicher Offizial in Vechta wurde und 2016 zum Bischof des Bistums Dresden Meißen ernannt wurde.

Fast 34 Jahre war Wilfried Scheuer Pfarrer in Visbek und in allen Ansprachen und Grußworten kam die große Wertschätzung und der Respekt für das, was der 64jährige in Visbek geleistet hat, zum Ausdruck. Bevor er ihn offiziell mit Urkunde in den Ruhestand versetzte, würdigte Bischof Adomeit noch einmal Scheuers Wirken in Visbek. Er beschrieb ihn als einen freundlichen und den Menschen zugewandten Pfarrer, der mit „leisen Tönen“, aber konsequenter Beharrlichkeit seine Gemeinde gestaltet habe. Im Zentrum seines Tuns habe immer Gottes Wort und seine Verkündigung gestanden, was die Menschen gespürt hätten. Adomeit erinnerte noch einmal an den Werdegang von Wilfried Scheuer, der zunächst so gar nichts mit dem Pfarrberuf zu tun hatte: Geboren in Wilhelmshaven, machte er zunächst eine Ausbildung zum Steuerberaterfachgehilfen. Doch eine ehrenamtliche Ausbildung zum Lektor änderte seinen Lebensweg. „Bei der Lektorenausbildung habe ich für die Kirche Feuer gefangen“, beschreibt er seine Wandlung und studierte daraufhin Theologie in Wuppertal und Göttingen. Sein Vikariat machte er in Wildeshausen und bei einer Suchtberatungsstelle in Oldenburg und der Suchtklinik der Diakonie in Ahlhorn. Anfang 1986 übernahm er dann die Predigtstellen in Visbek und Langförden mit damals 1000 Gemeindegliedern, die heute auf 1900 angewachsen sind. In seine lange Zeit in Visbek und Langförden fallen viele Ereignisse, die die Gemeinde voran gebracht haben: Der Neubau der Emmauskirche in den 90ziger Jahren, die Überführung der alten Bartningschen Kirche nach Litauen, die Freundschaft zur ev. Kirche in Litauen, der Bau einer  Friedhofskapelle auf dem Visbeker  Friedhof, die Gründung der VILA Stiftung und vieles andere. Bei all diesen Maßnahmen wirkte Wilfried Scheuer als „Spiritus rector“ mit. Aber auch Langförden, der kleinere Teil der Gemeinde, lag ihm am Herzen: Hier begleitete er Baumaßnahmen wie den Bau des Glockenturmes und die Grundsanierung des Gemeindehauses. Besonders lag ihm genau wie in Visbek die Vertiefung des ökumenischen Dialogs am Herzen. So wird allen Langfördenern der Abend der 1000 Lichter in lebendiger Erinnerung bleiben, als mit einer Lichterprozession von der katholischen zur evangelischen Kirche gelebte Ökumene praktiziert wurde.

Ebenfalls wirkte er an der Gründung der ökumenischen Bibelgespräche maßgeblich mit.

Auch in Visbek war ihm in den 34 Jahren seines Wirkens die Ökumene eine Herzensangelegenheit. Erinnert sei an das Evangeliar, das von 99 katholischen und evangelischen Christen geschrieben worden ist und seither im Rahmen eines besonderen Gottesdienstes jährlich zwischen der Emmaus Kirche, der katholischen St. Vitus Kirche und der katholischen Kirche in Rechterfeld wechselt. Am Entstehen dieses Werkes waren in besonderem Maße die beiden Pfarrer Scheuer und Timmerevers beteiligt. Auch dieser tiefen ökumenischen Verbundenheit wegen hatte der Bischof von Dresden und Meißen den weiten Weg auf sich genommen, um an der Verabschiedung teilzunehmen. In sehr persönlichen Worten dankte Heinrich Timmerevers Wilfried Scheuer für die langjährige fruchtbare Zusammenarbeit. Sie habe ihm im Gespräch mit seinem im Du verbundenen Amtsbruder neue Wege der Ökumene aufgezeigt ohne Trennendes zu verwischen. Im Andenken an diese für ihn fruchtbare Zeit der Zusammenarbeit stehe jetzt in seinem Amtszimmer in Dresden eine Miniatur des Kreuzes aus der Emmauskirche, das damals ein Geschenk an ihn war.

In seiner Predigt legte Pfarrer Wilfried Scheuer dann den Predigttext des ersten Adventsonntages aus dem Römerbrief des Apostels Paulus dahingehend aus, dass gerade die Adventszeit uns Christen dazu auffordere, Gottes Gesetz der Nächstenliebe zu praktizieren. Diese Botschaft im Trubel der Weihnachtsmärkte und des Kaufrausches nicht zu vergessen und dem Nächsten mit seinen Nöten und Sorgen zugewandt zu bleiben, sei für uns Christen wichtiger denn je.

Bischof Adomeit bedankt sich bei Wilfried und Marlies Scheuer

Bischof Adomeit dankte aber auch der Familie von Wilfried Scheuer, wisse er doch darum, dass das Leben in einem Pfarrhaus nie Privates von Beruflichem trennen könne und den Angehörigen oft viel abverlange. Er freue sich, dass Marlies Scheuer und die beiden Kinder Martin und Gesine immer an der Seite ihres Mannes und ihres Vaters gestanden hätten und so zum Gelingen seiner Gemeindearbeit beigetragen haben.

Beim anschließenden Empfang im Saal Diekhaus setze sich der Reigen der anerkennenden und wertschätzenden Worte fort. Bürgermeister Meyer lobte die gute Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde. Man habe vieles auf den Weg gebracht, was ohne Pfarrer Scheuer mit seiner ruhigen und ausgleichenden Art nicht möglich gewesen wäre. Pfarrer Lücker von der katholischen Gemeinde erinnerte noch einmal an die ökumenischen Aktivitäten. Doris Fangmann als Vorsitzende des Gemeindekirchenrates fasste alle Redebeiträge der Anerkennung und Wertschätzung zusammen mit der Übergabe eines Abschiedsgeschenkes in Form einer Stele, die Komponenten seines Tuns beinhaltet: Die Bibel, die Kirche und alles, was Pfarrer Wilfried Scheuer für Visbek und Langförden bewirkt hat.
Seine Nachfolger, das Pfarrerehepaar Hilgen-Frerichs, bisher in Bakum und Dinklage tätig, werden ab 2020 seine Nachfolge antreten.

Carsten Homann

 

Kreissynode tagte außerplanmäßig

Pfarrer Oliver Dürr liefert einen Diskussionsbeitrag. Am Rednerpult Kreispfarrer Braun

Zu einer außerplanmäßigen Kreissynode kamen die Synodalen des Kirchenkreises im Ev. Johannesstift in Vechta zusammen, um über das Pfarrstellenverteilungskonzept 2030 zu beraten und abzustimmen, das für die Zukunft den Einsatz von Pfarrerinnen und Pfarrern in unserem Kirchenkreis regelt.

Die Synode wurde mit einer Andacht eröffnet, die Kreispfarrer Braun hielt und in der er anhand der Textstelle aus der Offenbarung „Siehe, ich mache alles neu“ auf die großen Veränderungen einging, die auf den Kirchenkreis durch das neue Pfarrstellenverteilungskonzept zukomme. Auch sein Weggang in die rheinische Kirche sei sowohl für ihn als auch für den Kirchenkreis ein Neuanfang. Aber im Vertrauen auf Gottes Wort sehe er mit großer Hoffnung und Optimismus in die Zukunft.

Das anschließende Grußwort von Frau Oberkirchenrätin Marwick beschäftigte sich ebenfalls mit dem Konzept, das große Veränderungen auch in den anderen Kirchenkreisen zur Folge haben wird. Sie hob das gedeihliche Zusammenwirken der verschiedenen Ebenen hervor und betonte, dass nach ihrer Wahrnehmung die Planungen vielerorts nicht als „Muss“ empfunden würden, sondern als Aufbruch, etwas Neues zu wagen. Für dieses Engagement danke sie im Namen des Oberkirchenrates allen und hoffe somit auf ein gutes Gelingen.

Im Anschluss standen dann die Beratungen über das Pfarrstellenverteilungskonzept 2030, das in den Monaten zuvor von einer Arbeitsgruppe, die mit Mitgliedern aus allen Kirchengemeinden des Kirchenkreises zusammengesetzt war, auf der Tagesordnung. Das Konzept sieht vor, dass von 19, 5 Pfarrstellen, die dem Kirchenkreis zustehen, 18, 5 Stellen den Kirchengemeinden zugeordnet werden. Durchschnittlich sollen von einer Pfarrstelle 2681 Gemeindeglieder betreut werden, wobei 100 % Pfarrstellen angestrebt werden sollen. Eine Pfarrstelle soll übergemeindlich tätig sein als Vakanzvertretung und für Projekte der Mission und Gemeindegliedergewinnung. Die Synode war sich einig, dass die spürbare Reduktion der Pfarrstellen die Kirchengemeinden in stärkerem Maße dazu verpflichtet mit den Nachbargemeinden zu kooperieren, denn es ist nicht immer möglich, die durchschnittliche Gemeindegliederzahl genau auf die einzelnen Pfarrstellen aufzuteilen. So entstehen Unter- und Überversorgungen, die in gemeinschaftlichem Miteinander ausgeglichen werden sollen. Ein Antrag, der hier mehr Verbindlichkeit einforderte, fand keine Mehrheit.

Ebenso wurde der Antrag abgelehnt, bei der Kreispfarrerstelle es den Beschlussorganen zu ermöglichen, die Anteile für die Kirchenkreisarbeit entweder auf 75 % oder 50 % festzulegen. Es blieb bei der Beschlussvorlage der Arbeitsgruppe, die Teil des Pfarrstellenverteilungskonzeptes ist, dass der Kreispfarrer zu 75 % im Kirchenkreis und zu 25 % in einer Kirchengemeinde tätig sein wird.

Nach angeregter Diskussion wurde das Pfarrstellenverteilungskonzept 2030 mit überwältigender Mehrheit angenommen. Kreispfarrer Braun dankte allen für ihr großes Interesse, das gute Miteinander und sah den Kirchenkreis auf einem guten Weg in das kommende Jahrzehnt.

Die Kreissynode wählte in den Berufungsausschuss für die Wiederbesetzung der Kreispfarrstelle Pfarrerin Martina Wittkowski, Thorben Andres, Almut Härtel und Christine Wagner.

Zum Abschluss der Synode dankte der stellvertretende Kreispfarrer Andreas Technow dem scheidenden Michael Braun für sein großes Engagement in seiner 25jährigen Tätigkeit als Kreispfarrer. Michael Braun freute sich in seinen Abschiedsworten über die große Lebendigkeit des Kirchenkreises und lobte die die konstruktive Zusammenarbeit in seiner Zeit als Kreispfarrer.

Carsten Homann

 

Weihnachten in der Diakonie

„The same procedure as every year“ heißt es in dem sicherlich allen bekannten Sketch „Dinner for one“, der alljährlich zu Silvester in den dritten Programmen unseres öffentlich rechtlichen Fernsehens ausgestrahlt wird. 
„The same procedure as every year“ so wird es auch 2019 in der Diakonie in der Marienstraße in Vechta heißen – aber nicht erst zu Silvester, sondern schon ab Mitte November. Dann kommen sie wieder, von denen Jesus sagt:  „Kommet her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“  Und in der Tat tragen sie alle nicht ihr Päckchen, sondern meistens einen kiloschweren Sack, der sie vor Weihnachten mehr zittern lässt als es als ein Fest der Freude zu empfinden, gäbe es nicht die Diakonie hier im Kirchenkreis. Für sie ist es nicht „Endstation Hoffnung“, sondern ein Ort, mit dem sie mehr verbinden als die Zahlstelle einer Weihnachtsbeihilfe: Die Diakonie setzt ein Licht in die eher dunkle Seite ihres Lebens durch die vorbehaltlose Annahme ihrer Person und ihrer Sorgen, die sie anderswo vielleicht nicht so empfangen.  Weihnachten in der Diakonie heißt hauptsächlich auch zuhören, hören auf die Geschichten vom kranken Kind, vom plötzlichen Alleinsein nach Trennung, von den Problemen als Alleinerziehende mit den Kindern, aber auch von den materiellen Nöten, die besonders zur Weihnachtzeit deutlich und sichtbar werden. Und so leisten die Mitarbeiter der Diakonie beides: Emotionale Entlastung durch die Annahme, aber auch Freude schenken hauptsächlich für die Kinder, wenn die Hilfe Suchenden (meistens sind es Frauen) die Diakonie dann mit einer Geldspende verlassen.
„Was uns unsere Arbeit sehr erleichtert, sind die mannigfaltigen Spenden unserer Gemeindemitglieder gerade zur Weihnachtszeit. Es ist toll, wie viele Kirchengemeinden, aber auch viele einzelne Privatpersonen Anteil nehmen an der Not unserer Klienten. Dafür an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön allen, die unsere Arbeit unterstützen“, freuen sich Martina Fisser und Margret Reiners Homann von der Diakonie im Kirchenkreis Oldenburger Münsterland.

Carsten Homann

Kreispfarrer Michael Braun
wechselt
 aus dem Oldenburger Münsterland

Kreispfarrer Michael Braun verlässt zum 01.02.2020 den evangelischen Kirchenkreis Oldenburger Münsterland und wechselt in die rheinische Kirche.

Michael Braun war ab 1996 Vikar in Lohne gewesen und hatte 2001 seine erste eigene Pfarrstelle in Löningen übernommen, wo er zusätzlich 2004 zum Kreispfarrer des damaligen Kirchenkreises Cloppenburg und nach der Fusion der beiden evangelischen Kirchenkreise Cloppenburg und Vechta zum Kreispfarrer des Kirchenkreises Oldenburger Münsterland gewählt wurde. Daneben war er zunächst in der Kirchengemeinden Lohne und dann in Emstek – Cappeln mit einem Gemeindeanteil tätig.

Außerdem vertrat Braun den Kirchenkreis seit 2007 in der Synode (Parlament) der Evangelisch – Lutherischen Kirche in Oldenburg und war Mitglied in der oldenburgischen Kirchenleitung.

„Mit großer Dankbarkeit“, so Braun, „schaue ich auf diese Zeit zurück. Viele guten Begegnungen und Kontakte darf ich mit auf den Weg nehmen. Aber alles hat seine Zeit –  und deswegen ist es im Leben  gut und wichtig, zur rechten Zeit auch Abschied zu nehmen“, bemerkte er in Anspielung auf Prediger 3.

Der evangelische Kirchenkreis Oldenburger Münsterland zeichnet sich durch wachsende Gemeindegliederzahlen aus. In den letzten Jahren konnten das Kindertagesstätten-, Jugend-  und das diakonische Angebot ausgebaut werden. In Vechta entstand eine neue Kantorei, die durch begeisternde Konzerte auf sich aufmerksam macht.

In die Amtszeit von Kreispfarrer Braun fiel als ein besonderer Höhepunkt das Reformationsjubiläum 2017 mit vielfältigen Aktivitäten.

Braun zeigte sich zuversichtlich, dass sich eine gute Nachfolgerin oder ein guter Nachfolger zeitnah finden wird. Dazu wird die Kreispfarramtsstelle in enger Zusammenarbeit mit der Ev. – Luth. Kirche in Oldenburg 2020 ausgeschrieben. Zuständig für die Wahl einer neuen Kreispfarrerin, eines neuen Kreispfarrers ist dann die Kreissynode des Kirchenkreises, in der Vertreter aller 20 Kirchengemeinden des Oldenburger Münsterlandes zusammenkommen.

„Dieser neue Weg liegt in Gottes Hand gut und sicher geborgen. Ich wünsche der neuen Kreispfarrerin, dem neuen Kreispfarrer bei seiner Arbeit genauso viel Freude, Begeisterung, und wunderbare WeggefährtInnen, wie ich erleben durfte, vor allem aber Gottes Segen und Nähe“, sagte Braun mit dem Blick auf die Zukunft. Er wird  ab dem 01.02.2020 die Stelle eines Superintendenten im Kirchenkreis An der Agger übernehmen.

 

Pfarrkonvent besucht Benediktinerinnenkloster Dinklage

Zu einem besonderen Pfarrkonvent, dem monatlichen Treffen aller Pfarrerinnen und Pfarrer, traf sich am 6. November der Pfarrkonvent des Evangelischen Kirchenkreises Oldenburger Münsterland im Benediktinerinnenkloster Abtei Burg Dinklage.

Im Mittelpunkt dieser ökumenischen Begegnung stand der Austausch über die Obdachlosenarbeit in der Martinsscheune des Klosters. Dort können Menschen ohne eigene Wohnung Unterkunft und Hilfe finden, um ihre konkrete Lebenssituation zu verändern. Diese durch viele Spenden ermöglichte Arbeit bietet so Menschen eine Chance zurück in Arbeit, Wohnung und gesicherte Lebensumstände zu finden.

Im Gespräch mit Schwester Johanna wurden auch die Veränderungen unter den Obdachlosen deutlich, die sowohl über die Martinsscheune, als auch bei vielen Besuchen in den Pfarrämter Kontakt zur Kirche haben.  Der Anteil derjenigen Menschen ist deutlich zurückgegangen, die bewusst ohne festen Wohnsitz leben wollen. Dafür sind immer mehr Menschen obdachlos, die durch eine Sucht oder psychische Probleme ihre Wohnung verloren haben. Umso wichtiger ist Hilfe und Begleitung in konkreten Fällen, wie sie die Martinsscheune bietet.

Der Besuch endete mit einem gemeinsamen Mittagsgebet in der Scheunenkirche der Burg Dinklage.

Michael Braun, Kreispfarrer

Diakonieladen bekommt neues Zuhause

Bauantrag für Anbau am Diakoniebüro soll noch in diesem Jahr gestellt werden

 

Diakoniepfarrer Holger Ossowski, Martina Fisser, Geschäftsführerin des Kreisdiakonischen Werkes Oldenburg Münsterland, Kreispfarrer Michael Braun und Pfarrer Wolfgang Kürschner zeigen, wo der Neubau für den Diakonieladen entsteht.

Cloppenburg, 29.10.2019 – Der Diakonieladen auf dem Gelände des Schwedenheims hat eine lange Tradition. Durch den geplanten Abriss des roten Hauses der Ev. Kirchengemeinde Cloppenburg musste für den Diakonieladen nun ein neues Zuhause gefunden werden. „Wir werden dafür einen Anbau ans Diakoniebüro Cloppenburg machen“, informiert Martina Fisser, Geschäftsführerin des Kreisdiakonischen Werkes Oldenburger Münsterland.

Der Bauantrag für den Anbau soll noch in diesem Jahr an die Stadt Cloppenburg gestellt werden. Bauherr ist das Diakonische Werk der Ev.Luth. Kirche in Oldenburg, das sich mit 20.000 Euro aus Konzessionsmitteln an den Kosten für den Bau beteiligt. Insgesamt sind 150.000 Euro für den Bau eingeplant. 40.000 Euro kommen von der ev.-luth. Kirchengemeinde Cloppenburg und 40.000 Euro bringt das Kreisdiakonische Werk aus einer Rücklage für Baumaßnahmen ein. 50.000 Euro werden finanziert.

Damit ist dieses neue Projekt ein gelungenes Beispiel für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Kirchengemeinden, Kirchenkreis und Diakonischem Werk im Oldenburger Münsterland, so Kreispfarrer Michael Braun.

„Der Umzug des Diakonieladens ist notwendig, da das Rote Haus in einem baulichen Zustand ist, der eine Sanierung im Bestand wirtschaftlich unvertretbar macht. Deshalb soll das Rote Haus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden“, informiert Pfarrer Wolfgang Kürschner. Durch die nun getroffene Entscheidung könne die lange Tradition auf dem Schwedenheimgelände in Cloppenburg fortgesetzt werden. „Der Diakonieladen bekommt sehr viel Unterstützung aus der Kirchengemeinde“, betont Kürschner.

Nicht nur in Form von Kleiderspenden. Mit dem Ortskirchgeld 2018 wurde für den Anteil der Kirchengemeinde am Neubau gesammelt und auch mit dem Ortskirchgeld 2019 sammelt die Kirchengemeinde für den Diakonieladen.

 „Wir freuen uns sehr über diese Lösung und werden unser Konzept gemeinsam mit den Ehrenamtlichen der neuen Situation anpassen“, sagt Fisser. Es wird weiterhin gespendete Bekleidung angenommen und gegen einen sehr kleinen finanziellen Beitrag an alle Personen weitergegeben. Der Diakonieladen ist für die Arbeit der Diakonie sehr wichtig, da aus den Einnahmen aus dem Laden die Mittel für die offenen Hilfen erwirtschaftet werden. „Dadurch können wir in Notlagen schnell und unkonventionell helfen“, betont Fisser.

Derzeit sind vier Ehrenamtliche im Laden aktiv. „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir noch weitere Ehrenamtliche für den Laden gewinnen könnten“, sagt Fisser. Der Diakonieladen ist dienstags von 10 bis 12 und donnerstags von 15 bis 17 Uhr ist geöffnet. Spenden können in diesen Zeiten oder in den Büro-Zeiten des Diakonischen Werkes abgegeben werden.

Hintergrund: Das Schwedenheim Cloppenburg wurde 1948 von der schwedischen Hilfsorganisation Innereuropäische Mission (heute: Individuelle Menschenhilfe) gegründet, um dort die Bedürftigen – schwerpunktmäßig Geflüchtete und Vertriebene – nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu unterstützen. Nachdem diese Arbeit nicht mehr nötig war, übernahm das Diakonische Werk das Gelände und gab es seinerseits 1980 an die Kirchengemeinde ab. Vom ursprünglichen Gebäudekomplex des Schwedenheims behielt das Diakonische Werk nur die Kleiderkammer, heute Diakonieladen, im Roten Haus in dem sie auch an den Ursprungsgedanken des Schwedenheims anknüpft.

 

 

„Treffpunkt Apfelgarten“ wird fortgeführt

Ab Oktober finden wieder zahlreiche Veranstaltungen in der Reihe „Treffpunkt Apfelgarten“ statt. Unter dem Motto: „Information und Begegnung, Kultur und Austausch“ wird in das evangelische Gemeindehaus (Am Apfelgarten 3, Lastrup) eingeladen. Geplant sind eine bunte Mischung aus Lesungen, Konzerten und Vorträgen zu aktuellen Themen.
„Wir laden ein zu Begegnung und Gespräch in das evangelische Gemeindehaus in der Straße Am Apfelgarten. Unser Haus ist offen für alle. Die Vortrags- und Musikabende wollen Brücken bauen und das Gespräch miteinander und untereinander befördern“, erklärt Pastor Jürgen Schwartz, der dieses Veranstaltungsformat seit seinem Amtsantritt in Lastrup-Lindern im Februar 2017 betreut.
Der Name „Treffpunkt Apfelgarten“ ergab sich aus dem gleichnamigen Straßennamen, in der die Christuskirche steht.

Den aktuellen Flyer gibt es hier.

Weitere Informationen gibt es im örtlichen Kirchenbüro und Pfarramt (Tel.: 04472 – 273).

Gloria sei dir gesungen – Kreisposaunenfest 2019

Unter dem Motto „Gloria sei dir gesungen“ haben sich Bläserinnen und Bläser aus dem Kirchenkreis Oldenburger Münsterland in der Ev. Kirche in Cloppenburg zum diesjährigen Kreisposaunenfest versammelt. Unter der Leitung von Kreisposaunenwart Florian Kubiczek wurde in Regionalproben in Löningen, Bakum und Cloppenburg das Programm erarbeitet. Zum ersten Mal waren auch Jungbläser aus Löningen am Gottesdienst beteiligt.

Zu Beginn des Kreisposaunenfestes 2019 gab es eine gemeinsame Probe in der Ev. Kirche. Erstmals haben hier alle Bläserinnen und Bläser zusammen die Musik zum erklingen gebracht. Mit diesem ersten Höreindruck ging es für die Bläserinnen und Bläser weiter zum St. Pius Stift, wo es ein zentrales Kurrendeblasen für die dortigen Bewohner gab. Im Anschluss konnten die Bläserinnen und Bläser bei schönstem Wetter vor der Kirche ein gemeinsames Kaffeetrinken genießen.

Zum Festgottesdienst kam eine sangesfreudige Gemeinde zusammen und stimmte Lieder wie „Gott gab uns Atem“ oder „Himmel, Erde,Luft und Meer“ an. Nach dem letzten Stück „Gloria sei dir gesungen“, konnten sich die Bläserinnen und Bläsern über langen Beifall freuen und ein gelungener Festgottesdienst unter der Federführung von Pastor Pauly und Kreisposaunenwart Florian Kubiczek ging zu Ende. Bei einem gemütlichen Beisammensein im Schwedenheim  konnten die Bläserinnen und Bläser bei Suppe und Getränken das diesjährige Kreisposaunenfest in Cloppenburg ausklingen lassen.

Florian Kubiczek

 

Kreissynode tagte in Friesoythe

Die diesjährige Herbstsynode unseres Kirchenkreises tagte in Friesoythe. Nach einem Gottesdienst, den Frau Christine Wagner aus Dinklage, neue Prädikantin in unserem Kirchenkreis und Synodale aus Dinklage, hielt, eröffnete Kreispfarrer Michael Braun die Tagung im Gemeindehaus. Zuvor konnten die Mitglieder sich noch bei einem Imbiss stärken und in zwanglosem Gespräch auf die kommenden Beratungen vorbereiten.

Nach Berichten aus der Landessynode, Kreisjugend und Kreisdiakonie informierte Kreispfarrer Braun über die Situation im Kirchenkreis. Erfreut konnte er einen Zuwachs von immerhin 100 Gemeindeglieder in unserem Kirchenkreis vermelden, was bei insgesamt rückläufigen Mitgliederzahlen in unserer Kirche optimistisch stimme. Besonders hob er die Feierlichkeiten in Goldenstedt und Visbek hervor. In Goldenstedt wurde mit einem umfangreichen Programm an „475 Jahre evangelisch in Goldenstedt“ erinnert und Visbek beging sein 1200jähriges Jubiläum, bei dem auch die evangelische Ortsgemeinde umfassend mit eingebunden war. Aber auch inhaltlich habe sich unser Kirchenkreis weiterentwickelt: Braun erinnerte an die konfessions- und religionsübergreifenden Dialoggespräche in Lohne, die Kinderkirche in Dinklage sowie als besonderen Höhepunkt die ökumenische Veranstaltung zum Reformationstag in der Klosterkirche in Vechta, der ja bekanntlich erstmalig als gesetzlicher Feiertag in Niedersachsen begangen wurde. Aber auch Probleme sprach der Kreispfarrer an, die aus den rückläufigen Einnahmen der oldenburgischen Kirche resultierten. Aus dem Kreis der Synodalen wurde in diesem Zusammenhang der Wunsch geäußert, dass zukünftig Mitglieder des Oberkirchenrates wieder an den Tagungen teilnehmen sollten, um hier Informationen aus erster Hand zu erhalten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Synode war die Verabschiedung des Haushaltes. In einer Einführung stellte die stellvertretende Leiterin der regionalen Dienststelle Oldenburger Münsterland, Susanne Willen, fest, dass die Buchungsrückstände nun aufgearbeitete seien. Die Einführung der Doppik sei aber immer noch eine große Herausforderung für ihre Dienstelle, der man sich aber optimistisch stelle.

Nach dem die Wahlen zur Landessynode stattgefunden hatten (Bericht hierzu folgt), stellte der Kreispfarrer zum Schluss den neuen Pfarrstellenverteilungsplan (Einzelheiten auf dieser Webseite in einem vorherigen Bericht) vor. Er betonte die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten aus Kirchengemeinden und Kreiskirchenrat und freute sich über den einstimmigen Beschluss zu diesem Papier. Der Plan geht nun in die einzelnen Gemeinden zur Aussprache und soll auf einer gesonderten Tagung am 27. November im Johannesstift in Vechta endgültig verabschiedet werden.

Zum Schluss gedachte Kreispfarrer Braun noch dem kürzlich plötzlich verstorbenen Joachim von Kaidascy, der in vielen Funktionen die Belange unseres Kirchenkreises vertrat.
Die Frühjahrssynode des Kirchenkreises findet am 20.03.2020 in Cloppenburg statt.

Carsten Homann

Kirchenkreis stellt neues Pfarrstellenverteilungskonzept fertig

Auch der Kirchenkreis Oldenburger Münsterland wird in den nächsten Jahren mit deutlich weniger Pfarrerinnen und Pfarrern auskommen müssen. Die Anzahl sinkt bis 2030 von aktuell 30 auf 24,5 Stellen.

Neben vier landeskirchlichen Pfarrstellen für Schule, Krankenhaus und Gefängnis (zwei Stellen) stehen dem Kirchenkreis zukünftig nur noch 20,5 Pfarrstellen für Kirchengemeinden, übergemeindliche Aufgaben und das Kreispfarramt zur Verfügung. 

Um sich der Herausforderung dieser Reduzierung gemeinsam und transparent zu stellen, hatte die Kreissynode des Kirchenkreises eine große Arbeitsgemeinschaft mit Vertreterinnen und Vertretern aller 20 Kirchengemeinden und der übergemeindlichen Handlungsfelder eingesetzt. Diese Arbeitsgemeinschaft hat in mehreren gemeinsamen Sitzungen und mit Unterstützungen des Pfarrkonvents und regionaler Treffen vor Ort, sowie in Rückkopplung mit den Gemeindekirchenräten aller Kirchengemeinden nun ein neues Pfarrstellenkonzept fertig gestellt.

Demnach werden für die Kirchengemeinden des Kirchenkreises zukünftig 18, 5 Pfarrstellen zur Verfügung stehen. Diese werde durch eine übergemeindliche Pfarrstelle für Vakanzvertretungen und Projekte zur Mission und durch die Kreispfarrstelle unterstützt, deren Gemeindeanteil zukünftig nicht mehr an eine Kirchengemeinde gebunden, sondern bedarfs- und aufgabenbezogen im ganzen Kirchenkreis zum Einsatz kommen soll.

Dieses neue Pfarrstellenverteilungskonzept fand die einstimmige Billigung aller Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft und wird am 13. September 2019 der Kreissynode des Kirchenkreises zur weiteren Beratung und Beschlussfassung übergeben.

Michael Braun, Kreispfarrer

Evangelische Kirche berät über Zukunft ihrer Pfarrstellen

Bis zum Jahr 2030 wird auch in der evangelischen Kirche im Oldenburger Land die Anzahl der aktiven Pfarrerinnen und Pfarrer sinken. „Wie in fast allen Berufsfeldern erfährt auch die evangelische Kirche in den nächsten Jahren die Auswirkungen von Fachkräftemangel und weniger werdenden Mitarbeitenden“, so Kreispfarrer Michael Braun. „Die Anzahl der Pfarrerinnen und Pfarrer im Oldenburger Münsterland wird von derzeit 25,5 auf 20,5 Pfarrstellen im Jahr 2030  trotz wachsender Gemeindegliederzahlen sinken. Dazu kommen eventuell noch Sonderseelsorgestellen in den Bereichen Schulpfarramt, Gefängnis- und Krankenhausseelsorge“.

Um sich auf diese Veränderung einzustellen und die Auswirkungen weniger werdender Pfarrerinnen und Pfarrer in gemeinsamer Verantwortung zu tragen, hat nun die Kreissynode des evangelischen Kirchenkreises Oldenburger Münsterland eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um ein Konzept für die Verteilung von Pfarrstellen im Kirchenkreis bis zum Jahr 2030 zu erarbeiten.

Diese Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern aller 20 Kirchengemeinden und von übergemeindlichen Arbeitsbereichen kam am vergangenen Mittwoch, 15. Mai, zu ihrer Auftaktveranstaltung in Garrel zusammen. Erste Überlegungen zur zukünftigen Verteilung wurden dabei angedacht und sollen nun in den Kirchengemeinden vor Ort diskutiert werden. Zwei weitere Treffen der Arbeitsgruppe sind für Juni und August geplant. Ein Ergebnis soll im Herbst vorliegen und anschließend durch die Kreissynode beraten und beschlossen werden. Damit soll noch in diesem Jahr die zukünftige Pfarrstellenverteilung für alle Kirchengemeinden verbindlich geklärt werden.

 

Kreissynode tagte in Lohne

J. Krause aus Neuenkirchen eröffnet die Synode

Die diesjährige Frühjahrssynode des Kirchenkreises Oldenburger Münsterland in Lohne stand im Zeichen von Wahlen, da sich nach den Gemeindekirchenratswahlen im letzten Jahr auch die Kreissynode neu zusammensetzt. Nach einem Gottesdienst, in dem Pfarrerin Sabine Prunzel  in ihrer Predigt auf die neuen Herausforderungen einging, die durch das Sparkonzept der oldenburgischen Kirche auf den Kirchenkreis und die einzelnen Gemeinden zukommen werden, stärkten sich die Synodalen noch bei Kaffee und Butterkuchen für die vielen Wahlen und konnten sich im zwanglosen Gespräch über zukünftige Aufgaben und Problemstellungen austauschen. Anschließend eröffnete Alterspräsident Jürgen Krause aus Neuenkirchen die Synode. Als erstes stand dann die Wahl des Vorsitzenden auf der Tagesordnung. Einstimmig wurde Kreispfarrer Braun wieder gewählt, zu seinem Stellvertreter wurde der ehemalige Bürgermeister von Lohne Hans Georg Niesel, der sich gegen zwei Mitbewerber durchsetze.Der Wahl zum Kreiskirchenrat ging eine Diskussion voraus, ob die Anzahl der zu wählenden Kreissynodalen auf sechs erhöht werden solle, wozu die Synode sich entschloss, da die anstehenden Aufgaben sinnvollerweise von einer breiteren Basis mitgetragen werden sollen.

So wurden neben dem Vorsitzenden und seinem Stellvertreter folgende Personen gewählt:

Pfarrer Andreas Technow als stellv. Vorsitzender des Kreiskirchenrates, Pfarrerin Anette Domke (beide Vechta), Frau Doris Fangmann ( Visbek – Langförden), Frau Christine Wagner (Dinklage), Frau Ilona Benker ( Fladderlohausen), Frau Almut Härtel (Vechta) und Herr Dr. H.- H. Lüttich (Cloppenburg).

In einem Marathon von zehn Wahlen mussten folgende Funktionen besetzt werden: Schriftführung für die Synode, anweisende Synodenmitglieder, Rechnungsprüfung, sechs Mitglieder für den Kreismusikausschuss, Besetzung für den Vorstand der Evangelischen Erwachsenenbildung in Oldenburg, Kreisjugendausschuss, Kreisdiakonievorstand und Visitationsteam.

Die Synode beschloss, eine Arbeitsgemeinschaft einzusetzen, die der Kreissynode im Herbst ein Pfarrstellenkonzept für das Oldenburger Münsterland vorlegen soll, das die Vorgaben der Landessynode berücksichtigt.

Zwischen den einzelnen Wahlgängen fand Synodenpräsidentin Sabine Blütchen Gelegenheit, die Synodalen auf die auf der kommenden Kreissynode zu wählenden Landesynodalen einzustimmen, in dem sie über Aufgaben und Verpflichtungen eines Landessynoden referierte.

Nach einer intensiven Sitzung schloss Kreispfarrer Braun die Sitzung um 20.15 Uhr mit dem Segen und entließ die Synodalen in ein verdientes Wochenende. Die nächste Kreissynode ist auf den 13. September terminiert mit der Wahl der neuen Mitglieder für die Landessynode.

Carsten Homann