Aktuelles

Konzertduo „Musica Sacra Ensemble“ kommt nach Cloppenburg

Am 29. April 2018 wird das „Musica Sacra Ensemble“ aus Münster/Herford  um 17:00 Uhr ihr neues Konzertprogramm in der Evgl. Kirche Cloppenburg aufführen. Werke von Komponisten wie Joseph Turrin, Christian Friedrich Witt, Johann Sebastian Bach, Johann Georg Conradi und weiteren Komponisten werden zu hören sein.

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Das Musica Sacra Ensemble wurde im Jahre 2010 von dem Organisten Benjamin Pfordt und dem Trompeter Florian Kubiczek gegründet. Erarbeitet wurde ein Repertoire für Orgel und Trompete vom Barock bis zur Moderne. Es treffen Elemente der traditionsreichen Norddeutschen Orgelschule mit Werken von Buxtehude auf Moderne Werke von Andrew Fletcher für Orgel und exponierte Trompetenmusik von Jean Hubeau auf barocke Suiten von G.Ph.Telemann.

Im Jahr 2011 folgten Konzertreihen mit dem IbbBrass Ensemble in vielen Kirchen des Osnabrücker Landes und dem Münsterland. Aus dieser Zusammenarbeit entstand, durch den Hornisten Daniel Wicht ergänzt, dass bis vor kurzem in gleicher Besetzung spielende Ensemble. Seit Juni 2015 spielt das Musica Sacra Ensemble wieder in Ursprungsbesetzung als Duo. Konzerteinladungen führten das Ensemble unter anderem nach Leipzig zum 100. Katholikentag, nach England und Belgien.

Neue Impulse erhält das Duo, indem jeder Musiker zudem anderweitig musikalisch tätig ist, sei es als Kirchenmusiker, Saxophonist in einer Band, als Solist, Dirigent oder als Orchestermusiker.

Thorben Andres als Referent eingeführt

Kreisjugenddiakon Björn Kremer überreicht Thorben Andres (rechts) ein Geschenk

Am 15. Februar 2018 wurde  Thorben Andres als Regionaljugendreferent für die Jugendarbeit feierlich in sein Amt eingeführt. In einem gemeinsam von ehrenamtlichen und hauptamtlichen MitarbeiterInnen gestalteten Gottesdienst sprachen Nicole Lorej, Sina Bramlage und Landesjugendpfarrer Dr. Sven Evers Thorben Andres den Segen für seine Aufgaben im Kreisjugenddienst und der Arbeit mit und für Kinder und Jugendliche zu. Die gemeinsame Predigt von Landesjugendpfarrer Dr. Sven Evers und Kreispfarrer Michael Braun zeigte die vielen Aufgaben und Anforderungen an das Amt des Regionaljugendreferenten auf. Mit einem gesunden Schuss Selbstironie lag der Predigt als Bibeltext Matthäus 6, 24 zugrunde: „Niemand kann zwei Herren dienen. […]“

Bei dem sich anschließenden Empfang im Gemeindehaus gab es Gelegenheit für Glückwünsche und Grußworte an Thorben Andres. Bei Getränken und leckerem Essen war viel Zeit für Gespräche und Albereien.

Jan-Dirk Singenstreu

Frühjahrssynode des Kirchenkreises in Garrel

V.l.n.r.: Oberkirchenrätin A. Lenk, Kreispfarrer M. Braun, Pfarrerin J. Neuschwander

Mit einem Rückblick von Oberkirchenrätin Annette Christin Lenk startete die diesjährige Frühjahrssynode des Kirchenkreises Oldenburger Münsterland, die diesmal am Freitag, d. 16. Febraur 2018 in Garrel stattfand: Aufgewachsen in den sechziger  Jahren  in einem Pfarrhaus im Brandenburgischen erinnerte sie sich an eine Situation  eines gemeinsamen Abendbrotes der Familie, als es klingelte und ihr Vater – wie so oft – zu einem dringenden seelsorgerischen Gespräch gerufen wurde. Mit diesem sehr persönlichen Einstieg wollte sie aufmerksam machen auf die Wandlungen im Pfarrberuf der letzten 50 Jahre, war das Thema dieser Kreissynode doch die Stellung der übergemeindlichen Seelsorge oder auch Sonderseelsorge im Kirchenkreis. So beschrieb die Oberkirchenrätin die Entwicklung vom allgegenwärtigen seelsorgerisch tätigen Pfarrer in der Gemeinde zur seelsorgerischen Spezialisierung in vielen Lebensbereichen. Sie vertrat die These, dass die Gemeindeglieder der Seelsorge bedürfen, diese aber weniger bei ihrem Pfarrer vor Ort suchen. Hier wird der Rat der niedergelassenen Psychotherapeuten vorgezogen, während mit dem Gemeindepastor eher das freundliche Gespräch  gesucht werde. Trotzdem bleibe die Seelsorge zentrales Anliegen unserer Kirche aus dem Glauben heraus. Heute sei Seelsorge in vielerlei Beziehung Teil einer Spezialisierung in der übergemeindlichen Sonderseelsorge, aber es sei ein großer Irrtum zu glauben, damit sei der Gemeindepfarrer  weniger Seelsorger. Jeder Pfarrer ist und bleibt Seelsorger an der Stelle, an der er seinen Dienst versieht. Übergemeindliche Seelsorge und Gemeindepfarrdienst sind somit kein Gegensatz, sondern sich sinnvoll ergänzende Systeme mit dem Ziel, Menschen zu begleiten aus dem Glauben heraus und mit  diesem Tun Glauben für die Ratsuchenden erfahrbar zu machen.

Pfarrerin Julia Neuschwander, die das Referat Seelsorge leitet, stellte im Anschluss die Vielfalt der Sonderseelsorge im Kirchenkreis dar: In den Altenheimen, Krankenhäusern und in den Gefängnissen in Vechta versehen Pfarrerinnen und Pfarrer ihren Dienst. Zu den Kriseninterventionsteams in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg gehören auch Geistliche unserer Kirche und zur Telefonseelsorge in Oldenburg gehören auch eine Reihe Ehrenamtlicher aus dem Oldenburger Münsterland. Pfarrerin Neuschwandner stellte in ihrem Referat die einzelnen Bereiche vor und verwies auf die hohen Qualitätsstandards, die Ehren- und Hauptamtliche durch Schulungen und Fortbildungen sich erarbeitet hätten. Ihr Dienst sei dort, wo Not und Angst Zuwendung und Begleitung erforderlich mache – gestern, heute und morgen.
Im Anschluss an die beiden Referate konnte die Kreissynodalen in Workshops in zwei Bereiche der Sonderseelsorge Einblick gewinnen.

Kreispfarrer Michael Braun dankte den beiden Referentinnen für ihre wichtigen Informationen, die sicherlich auch bei den Beratungen der Kreissynode zum neuen Pfarrstellenplan Berücksichtigung finden werden.

Die Kreissynode schloss mit einem Abendmahlsgottesdienst in der Garreler Friedenskirche, den Pfarrer Frank Willenberg und Holger Ossowski hielten.

Carsten Homann

Posaunenchor Workshop in Vechta

Nach dem sehr erfolgreichen Kreisposaunenfest 2017 in Vechta folgt ein weiteres Ereignis für die Bläserinnen und Bläser der Posaunenchöre im Kirchenkreis Oldenburger Münsterland. Am 17. März 2018 findet von 10.00 bis 17.00 Uhr ein Workshop für Posaunenchöre im Gemeindehaus Vechta statt.

Kreisposaunenwart Florian Kubiczek lädt interessierte Bläserinnen und Bläser zu diesem Bläserseminar mit den renommierten Dozenten Ursula-Maria Busch, Michiko Sugizaki und Wolfram Krumme herzlich ein. Es werden Bläsertechniken rund um Atmung, Anstoß und Intonation anhand des Buches „Das Einblasheft“ geschult und mit neuer Posaunenchor-Literatur aus den „Zwischentönen“ vertieft.

Der Teilnehmerbeitrag zu diesem Workshop beträgt 10,00€ und ist vor Ort in bar zu bezahlen. Im Teilnehmerbeitrag ist das Seminar, Getränke und ein Mittagessen enthalten. In den Pausen besteht zudem die Möglichkeit, sich eine bunte Mischung aus neu erschienener Posaunenchor-Literatur anzusehen. Im Anschluss an das Seminar kann das „Einblasheft“ für 5,00 € vor Ort erworben werden.

Kreisposaunenwart Florian Kubiczek freut sich auf ein spannendes Seminar in Vechta.

Die Anmeldung ist mit Nennung des Namens und des Instrumentes an kpwkubiczek@gmail.com möglich.

Von Korbach nach Vechta

Segneten Eberhard Jung in sein neues Amt ein: (v.l.n.r:) Pfarrer Andreas Technow, Landeskirchenmusikdirektorin Beate Besser, Kreispfarrer Michael Braun und Pfarrerin Ute Clamor

Mit einem beeindruckenden musikalischen Festgottesdienst wurde jetzt Eberhard Jung als neuer Kantor der evangelischen Kirchengemeinde Vechta in der Klosterkirche in sein Amt von Kreispfarrer Michael Braun eingeführt. In seiner Predigt ging der Kreispfarrer besonders auf die Musik als schönste Form des Wortes ein: Mit Musik können Worte verwandelt  werden in Freude und Schönheit, die dem Menschen zu Herzen gehen. Und Pfarrer Braun stellte fest, dass Eberhard Jung hierzu alle Fähigkeiten mitbringe, dieses in Vechta zu verwirklichen: Hatte er zunächst eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann absolviert, entschloss er sich mit 28 Jahren seinen weiteren Lebensweg der Musik zu widmen. Er studierte Kirchenmusik in Herford und Hannover, wandte sich instrumental der Orgel und  Posaune zu  und bildete sich im Bereich der Jugendchormusik weiter. Seine erste Stelle als Kirchenmusiker trat er in Korbach an, bevor er jetzt nach Vechta kam.
Und hier hat er viel vor: Neben der Weiterentwicklung der bestehenden Kirchenmusik von Kirchen- und Posaunenchor möchte er eine Kantorei aufbauen, die auch eine Verbindung zur Literatur schafft.
Fest eingeplant sind die ersten drei Kantaten des Weihnachtsoratoriums von J.S. Bach im Dezember 2018 und schon Karfreitag will er die Via Cruzis von Franz Liszt aufführen. Alle musikalisch Interessierten sind herzlich eingeladen, an diesen Projekten mitzuwirken. Die neue  Kantorei wird sich immer donnerstags um 19.30 Uhr treffen. Aber auch die Jugendarbeit liegt dem neuen Kantor am Herzen. Für verschiedene Altersstufen plant  er Chöre, die immer am Mittwoch ab 16.30 Uhr im Gemeindehaus proben werden.
So hofft Eberhard Jung mit dem seinem ambitionierten Angebot die kulturelle Vielfalt in Vechta zu erweitern und freut sich auf die neuen Aufgaben.
Nähere Informationen können im Gemeindebüro unter der Telefonnummer  8896400 oder direkt bei Eberhard Jung unter der Telefonnummer 8859689 erfragt werden.

Carsten Homann

Ökumenischer Beginn des Kirchenjahres

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Kirche zum guten Hirten in Damme haben am 1. Adventssonntag, d. 3. Dezember, Weihbischof Wilfried Theising und Pfarrer Jan Janssen, Vertreter im Bischofsamt der oldenburgischen Kirche, gemeinsam den Advent und damit das neue Kirchenjahr eröffnet. Beteiligt waren außerdem Pastor Uwe Böning, Pastorin Wiebke Range, Kaplan Christoph Hendrix und Lektor Dr. Klaus Berndt.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatten der Ev. Kirchenchor Damme, die Posaunenchöre Damme und Fladderlohausen, die Gruppe „Vielfalt“ und die Jugendband übernommen. Die Orgel spielte Bettina Echtermann aus Holdorf.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Teilnehmenden zu einem Empfang im Gemeindehaus in Damme eingeladen.

 

Neuer Vorstand für den Kreisjugendkonvent im Oldenburger Münsterland

Der Kreisjugendkonvent hat in der Sitzung im September turnusmäßig einen neuen Vorstand gewählt. Im Vorstand sitzen nun Nicole Lorej und Franca Müller aus Vechta sowie Kristian Boll aus Lastrup. Begleitet werden die drei vom Regionaljugendreferenten Thorben Andres.
Der Kreisjugendkonvent ist das Selbstvertretungsgremium der jugendlichen ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen auf Ebene des Kirchenkreises. Das jugendpolitische Gremium bereitet die Sitzungen des KJK vor und vertritt diesen zwischen seinen Sitzungen.
In der ersten Sitzung des Vorstandes wurde Nicole Lorej zur Vorsitzenden gewählt. Zudem hat sich der Vorstand über die Zusammenarbeit geeinigt und sich mit Zielen und Ideen für seine kommende Amtszeit beschäftigt. Selbstverständlich hat sich der Vorstand auch eine kurze Vorstellung für den KJK ausgedacht.
„Gerne möchten wir die Arbeit mit Jugendlichen in unserem Kirchenkreis aktiv mitgestalten. Dazu gehört sicher auch die ein oder andere tolle Idee für Veranstaltungen auf dieser Ebene“, freuen sich die drei. „Momentan haben wir guten Zulauf, das wollen nutzen und die Leute kennenlernen und gemeinsam Spaß haben“, so die Vorsitzende Nicole.
Als erste große Aufgabe wartet nun aber erst einmal die Vorbereitung des jährlichen Weihnachts-KJK mit Übernachtung im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Visbek-Langförden vom 01. auf den 02. Dezember 2017. Geplant wird ein gemütliches Programm mit einer ordentlichen Portion Weihnachten. Natürlich wird es auch einen interessanten Sitzungsteil einschließlich eines Ausblickes auf das kommende Jahr geben.

Neues Angebot für zugewanderte Familien

Der Kirchenkreis Oldenburger Münsterland hat seit nunmehr ein neues Projekt für neu zugewanderte Familien. Das Modellprogramm heißt „Netzwerk Familienzentrum Schwedenheim“. Kooperationspartner des Projektes sind das Diakonische Werk im Oldenburger Münsterland, der Ev. Kindergarten Schwedenheim sowie die Paul-Gerhardt-Grundschule in Cloppenburg.

Mit dem Modellprogramm „Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2017 bis 2020 die Weiterentwicklung flüchtlingsbezogener Elternbegleitung. Ziel ist es, Netzwerke von Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter verschiedener Träger und Flüchtlingsfamilien zu stärken. Elternbegleitung soll dadurch nachhaltig im Sozialraum verankert werden. An bundesweit 50 Standorten unterstützen modellhaft lokale Elternbegleitungsnetzwerke zugewanderte Familien beim Ankommen und bei der Integration in der Kommune. Institutionen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, in denen Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter tätig sind, bilden im Rahmen des Programms ein Netzwerk mit wichtigen Partnern im Sozialraum und entwickeln in Abstimmung mit dem zuständigen Jugendamt niedrigschwellige Beratungs- und Begleitungsangebote für geflüchtete Familie. Durch die Elternbegleitungsnetzwerke erhalten neu gewanderte Familien vor Ort wirksame Unterstützung bei der Integration, insbesondere für die Bildungschancen ihrer Kinder.

Als Koordinatorin des Projektes ist Andrea Hinrichsmeyer eingesetzt.

Weiterhin wird Brigitte Hüstermann, Sekretärin in der Cloppenburger Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes,  sie mit Verwaltungsstunden unterstützen. Konkrete Angebote werden von Kerstin Riecken, Verena Ertelt, Maria Klippert und ehrenamtlichen Mitarbeitern durchgeführt.

Die Angebote richten sich ganz nach dem Bedarf von zugewanderten Familien. So wird eine offene Beratung angeboten, ein Eltern-Café im Kindergarten oder internationale Kochabende zu verschiedenen Ländern. Diese Veranstaltungen sind selbstverständlich offen wir alle Familien. Hier sollen Kontakte und Freundschaften gebildet werden.

 

 

 

20 Jahre bei der Diakonie

Helga Daum

Man schrieb das Jahr 1997, als Helga Daum ihren Weg zur Diakonie fand – und bis heute hat sie diesen Schritt nicht bereut, obwohl sie zunächst nur eine mechanische Schreibmaschine vorfand. Die moderne Datenverarbeitung zog erst kurze Zeit später in die Räume des Diakonischen Werkes ein.

Helga Daum ist zuständig für die allgemeine Verwaltungsarbeit. Ihr Herz schlägt aber besonders für den zweiten Arbeitsbereich, die Kurberatung für Mütter und Väter. Dieser Personenkreis hat Anspruch auf eine Kur zusammen mit seinen Kindern. Und Helga Daum weiß um die große Verantwortung, die diese Beratung beinhaltet, denn es geht nicht nur um die Erledigung von Formalitäten, sondern eine intensive Beratung, die großes Vertrauen in die Beraterin voraussetzt: „Ich höre vieles über schwierige Lebenssituationen und für die Kurwilligen ist es auch wichtig, einen Ansprechpartner zu haben, dem sie ihr Schicksal anvertrauen können“, beschreibt Helga Daum ihre Funktion bei der Antragstellung der Kur. Sie begleitet die Mütter und Väter von der Antragstellung über die Auswahl des Kurplatzes und führt auch noch Nachgespräche. In der Fachsprache nennt sich dieses Verfahren therapeutische Kette. Da die Diakonie ein reichhaltiges Beratungsangebot in Vechta und Cloppenburg vorhält, können so auch weitere Angebote gemacht werden.
Besonders schön findet Helga Daum es, dass schon Kinder der Frauen kommen, die sie vor 20 Jahren beraten hat. Auf die Frage nach Veränderungen in dieser Zeit fällt ihr ein, dass nun auch Väter kommen und sieht mit Sorge das Anwachsen psychischer Erkrankungen. Auch wenn das Gehörte oft Einblicke in traurige Biographien gibt, ist Helga Daum nach wie vor absolut sicher, dass sie 1997 die richtige Entscheidung getroffen hat zur Diakonie zu kommen.
Carsten Homann

Posaunenchor Vechta feierte 70-jähriges Bestehen

Horst Dölling verabschiedete sich nach 50 Jahren Chorleitertätigkeit

„Beginn mit geliehenen Instrumenten“ – so titelten die Zeitungen vor 50 Jahren zum Posaunenchorjubiläum und Start von Horst Dölling als Chorleiter. Am 24.09.2017 feierte der Posaunenchor Vechta sein 70 jähriges Bestehen mit einem Kreisposaunenfest und Host Dölling wurde auf seinen Wunsch hin im Festgottesdienst aus seinem Ehrenamt als Chorleiter verabschiedet.

Die Anregung zur Gründung des Posaunenchores 1947 ging vom langjährigen Pastor der ev.-luth. Kirchengemeinde in Vechta, Heinz Gustav Mierau, aus. Hintergrund war der Wunsch nach einer fundierten Jugendarbeit in der Gemeinde. Zu den Gründungsmitgliedern des Chores gehörten die Gemeindeglieder Theo Adam (*1934/+2015 Waldhorn/Tuba), Gerd Heinemann (*1932 /+2015 Tuba/Tenorhorn) und Gerhard Leiterer (*1919/+2005 Trompete). Den ersten Auftritt hatte der Posaunenchor am 24.12.1947 bei der Christvesper der Heimatvertriebenen in den damaligen Baracken an der Diepholzer Straße. Aller Anfang war schwer, denn man begann tatsächlich mit geliehenen Instrumenten und füllte die Kasse mit eingesparten Bahnfahrtkosten, indem die Fahrten bis nach Essen i.O. mit dem Fahrrad zurückgelegt wurden.

Bereits zum 30 jährigen Bestehen des Vechtaer Posaunenchores schätzte man, bereits rund 120 Bläserinnen und Bläser ausgebildet und eingesetzt zu haben. Nachwuchsmangel begegnete man mit der Heranziehung der Konfirmandenjahrgänge. Eine so strukturierte Nachwuchsförderung führte z.B. 1975 dazu, dass bei 15 Mitgliedern des Posaunenchores neben dem sogenannten harten Kern (Gerd Heinemann, Theo Adam, Rudi Schröder, Wolfgang Etzold und Chorleiter Horst Dölling) neun (!) Mitglieder unter 16 Jahre alt waren. Ein sicherlich nicht unwesentlicher Reiz bestand in vielen gemeinsamen Aktivitäten. Dazu zeichnete den Posaunenchor damals – wie heute – aus, dass stets auch der Anhang der Bläserinnen und Bläserdazu gehört.

Horst Dölling, geboren 1939 in Hasbergen bei Osnabrück, kam 1962 aus beruflichen Gründen nach Vechta und trat mit achtjähriger Posaunenchor-Erfahrung in Hasbergen rasch in den Posaunenchor Vechta ein. Hier fand er mit seiner Trompete in der ersten Stimme eine musikalische Heimat. 1967 übernahm Horst Dölling die Leitung des Posaunenchores von Paul Schäfer. Bereits 1968 legte er mit dem Choralblasen im Frühgottesdienst am Ostersonntag auf dem Waldfriedhof den Grundstein für eine schöne Tradition. Es folgten regelmäßige Einsätze bei der Christvesper in der Auferstehungskirche am Heiligen Abend, Beteiligungen an Landesposaunen- und Kreiskirchentagen, Bläsertreffen der Posaunenchöre der evangelischen Kirche in Oldenburg, bei Jahres- bzw. Stadtfesten oder Amtseinführungen sowie Gemeindefesten in Vechta und Umgebung. Der Posaunenchor begleitet von jeher nicht nur Gottesdienste in Vechta, Damme, Kroge oder Osterfeine, er ist bei Grundsteinlegungen und Einsegnungen (Rathaus Vechta 2000) ebenso gefragt wie bei Senioren-Weihnachtsfeiern der Stadt Vechta, Gedenkveranstaltungen und Konzerten.

Mit vielen Benefizkonzerten für die neue Orgel sowie für die Renovierung der Klosterkirche machte sich der Posaunenchor Vechta unter der Leitung von Horst Dölling einen Namen. Mit Themenkonzerten und in der musikalischen Ausgestaltung besonderer Amtseinführungs- oder Verabschiedungs-Gottesdienste brachte Dölling den Posaunenchor zu überzeugenden Leistungen. Insgesamt 32 Bläserinnen und Bläser aus dem gesamten Kreis musizierten am 24.9.2017 unter der Leitung von Kreisposaunenwart Florian Kubiczek und gaben dem Festgottesdienst einen sehr feierlichen Rahmen.

Neben einer Urkunde vom Bischof der ev.-luth. Kirche in Oldenburg, Jan Jansen, die Posaunenchor- Obmann Christof Strohmann vom Oberkirchenrat aushändigte sowie dem Dank der evangelischen Kirchengemeinde, ausgesprochen durch die beiden Pastoren Ute Clamor und Andreas Technow, überbrachte die stellvertretende Bürgermeisterin Simone Göhner Glückwünsche und Dank von Rat und Verwaltung der Stadt Vechta. Sie würdigte in ihrem Grußwort neben dem Einsatz des Posaunenchores das überragende Engagement von Horst Dölling. Sein Einsatz sei immer vorbildlich gewesen. Göhner unterstrich, dass unsere Gesellschaft und unsere Stadt Menschen wie Dölling braucht. Mit einem sehr persönlichen Dankeswort für den Posaunenchor schloss Prof. Dr. Christoph Küpper die Reihe der Grußworte. Küpper, der selbst seit 20 Jahren im Posaunenchor Vechta spielt, hob hervor, dass Dölling den Chor und jedes einzelne Mitglied immer gefordert und gefördert habe. Er habe „es geschafft, dass der Posaunenchor für uns alle eine große Bereicherung unseres Lebens ist“. Nach einem Empfang unter dem Orgelboden gab es weitere musikalische Bläsergrüße im Innenhof vom St. Marienhospital und im Gemeindegarten der evangelischen Kirchengemeinde sowie ein gemeinsames Mittagessen und Kaffeetrinken im Gemeindehaus. Beendet wurde das Kreisposaunenfest mit einer musikalischen Bläserandacht in der Klosterkirche, die mit dem Abendsegen aus Humperdincks „Hänsel und Gretel“ schloss.

Petra Huckemeyer-H.

 

Gottesdienst mit dem Diakonieverein in Steinfeld

Freuten sich über den gelungenen Gottesdienst: Das Steinfelder Pastorenehepaar Pia und Christoph Schäfer (links und rechts) sowie Pastor Schlüter, Manfred Daum, Gieseltraut Voget, Hilke Kramer, Sabine Kieselhorst und Margret Reiners-Homann vom Diakonieverein (v.l.)

Einmal im Jahr gestaltet der Diakonieverein Vechta einen Gottesdienst in einer der Kirchengemeinden des Landkreises Vechta. In diesem Jahr stellte der Verein seine Arbeit der Gemeinde in Steinfeld vor. In der Auferstehungskirche begrüßte Vorstandmitglied Hilke Kramer die Gottesdienstbesucher und stellte die Arbeit des Vereins vor: Mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen wird in Not geratenen Menschen schnelle und unbürokratische Hilfe zuteil.

Mit anschaulichen Beispielen verdeutlichten die Vereinsmitglieder, die den Gottesdienst vorbereitet hatten, Notlagen: Da ging es um eine alleinerziehende Mutter, die berufsstätig ist, aber neben einem gesunden auch ein behindertes Kind hat, das viel Zuwendung und Kraft erfordert. Durch das Diakonische Werk wurde ihr eine Erholungskur vermittelt. Der Verein unterstützte diese Maßnahme mit einem Taschengeld. In einem zweiten Beispiel ging es um die Verschuldung einer Familie in Folge von Arbeitslosigkeit. Gerade in solchen Fällen sind unvorhergesehene Ereignisse wie zum Beispiel die Reparatur einer Waschmaschine oft nicht zu bewerkstelligen. Auch hier hilft der Verein mit Geldzuwendungen, um den Familien ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen.

Wichtig ist, wie der Vereinsvorsitzende Pastor in Ruhe Jörg Schlüter erläuterte, die gute Zusammenarbeit mit der Diakonie in Vechta, die dem Verein von den Hilfesuchenden berichtet. Gemeinsam werden dann Strategien entwickelt, wie den Personen geholfen werden kann.

Der Verein wurde noch vor der Verschmelzung der Kirchenkreise Vechta und Cloppenburg zum Kirchenkreis Oldenburger Münsterland aus der Idee herausgegründet, dass die finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten des Diakonischen Werkes begrenzt sind. Ein Verein könne hier der Arbeit der Diakonie helfend zur Seite stehen. Diese Funktion erfüllt der Verein nun schon seit über zehn Jahren und ist somit zu einer Erfolgsgeschichte geworden: Einerseits für das ehrenamtliche Engagement vieler Vereinsmitglieder, aber besonders auch für die vielen Menschen in Not, denen geholfen werden konnte.

Nicht zu vergessen ist aber auch, dass fast zeitgleich auch im alten Kirchenkreis Cloppenburg ein solcher Verein gegründet wurde, der die gleichen Ziele verfolgt. Ein Zusammenschluss kam allerdings nach der Fusion der beiden Kirchenkreise nicht in Frage, weil für die Verantwortlichen der regionale Bezug ein wichtiges Kriterium ist, um schnell und unbürokratisch handeln zu können.

Carsten Homann