Bischof Thomas Adomeit beim Pfarrkonvent

Zur Märzsitzung kam Bischof Thomas Adomeit zum Pfarrkonvent unseres Kirchenkreises, der diesmal in Vechta tagte. Er informierte über aktuelle Themen unserer Oldenburger Kirche und kam mit den Anwesenden ins Gespräch über die aktuellen Krisen und ihre Auswirkungen auf die einzelnen Gemeinden, besonders im Hinblick auf die gerade an unsere Kirche gerichteten friedensethischen Anfragen.

Der Pfarrkonvent ist vielleicht den Gemeindegliedern nicht so bekannt wie der Kreiskirchenrat oder die Kreissynode, ist aber für die Pastor:innen aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta ein nicht wegzudenkender Ort des geistlichen und theologischen Austausches und Stütze für die Arbeit jedes(r) Einzelnen in seiner/ihrer Gemeinde.

Neben allen Geistlichen unseres Kirchenkreises nehmen auch die leitenden Mitarbeitenden der Diakonie, des Kreisjugenddienst und das Kreiskantorat teil. Das diene dem kollegialen Austausch und sei eine gute Möglichkeit, über Arbeit und Projekte informiert zu werden und in den Gemeinden fruchtbar werden zu lassen, würdigt Kreispfarrerin Martina Wittkowski das Miteinander im Pfarrkonvent, der immer mit einer Andacht eingeleitet wird.

Die monatlichen Tagungen, die an unterschiedlichen Orten unseres Kirchenkreises stattfinden, stehen unter bestimmten Fragestellungen, die sowohl theologische, gesamtgesellschaftliche und die Gemeinden betreffende Themen umfassen. Meistens werden Referenten:innen eingeladen wie dieses Mal der Bischof. Themen in diesem Jahr sind u. a. Sozialraumanalyse und ihre Bedeutung für die Gestaltung des kirchlichen Lebens vor Ort und in der Region. Hier wird diskutiert, in welchen Bezügen unsere Gemeindeglieder leben und wie sie untereinander und zu den jeweiligen Kirchengemeinden agieren. Auf der Tagesordnung stehen immer wieder Themen, die unsere Kirche grundsätzlich beschäftigen. So wird im Juli im Mittelpunkt die Frage des assistierten Suizids stehen, eine Thematik, die zurzeit in der EKD und auch in der Oldenburger Kirche kontrovers diskutiert wird. Hier den Teilnehmenden Hilfen bei der eigenen Meinungsbildung zu geben, ist ein zentrales Anliegen des Pfarrkonvents. Martina Wittkowski betont, wie wichtig und fruchtbar der persönliche Austausch untereinander sei. Darum habe sie sich besonders gefreut, dass die Märzsitzung wieder in Präsenz stattgefunden habe, wurden in der letzten Zeit doch alle Veranstaltungen digital durchgeführt. Darüber hinaus besuchen den Pfarrkonvent auch immer wieder Vertreter:innen des Oberkirchenrates, um mit der Kirchenleitung im Gespräch zu bleiben.

Um die Bindungen untereinander zu festigen, werden auch mehrtägige Fahrten angeboten, so im Mai eine dreitägige Fahrt nach Wittenberg mit einer Fortbildung im Zentrum für Gottesdienst- und Predigtkultur. Und im Oktober heißt es: Der Pfarrkonvent pilgert. Auch hier wird die Möglichkeit genutzt werden, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich ungezwungen auszutauschen.  

Carsten Homann

Ev. Schulpfarrer in Cloppenburg. Administrator dieser Website, die im Auftrag des Kirchenkreises erstellt wurde.