Auf Sicht fahren…

…das heißt für einen Zugführer kaum mehr als Schrittgeschwindigkeit. Die Sicherungssysteme, durch die sonst alles gesteuert wird, funktionieren nicht.

„Wir warten einfach mal ab“, schreibt mir jemand in dieser Zeit. Wir fahren auf Sicht. Einfach finde ich das nicht. Ich habe gerne einen Plan, zumindest eine Vorstellung von dem, was vor mir liegt. Nur immer den nächsten Schritt zu sehen, das fällt mir schwer. Und dieses langsame Vorankommen auch. Doch es geht jetzt nur so.

Gut, wenn dann von woanders her ein Licht kommt. Ermutigung und Orientierung – für den nächsten Schritt: „Herr, dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“ (Psalm 119,105)

Martina Wittkowski, Pfarrerin an der Ev.-Luth. Trinitatiskirche Löningen

Frank Willenberg

Ev. Schulpfarrer in Cloppenburg. Administrator dieser Website, die im Auftrag des Kirchenkreises erstellt wurde.